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Weltspiegel

Zahl der Erdbeben-Opfer auf den Philippinen steigt auf elf

Von nachrichten.at/apa   23. April 2019

In Porac ließen die Erdstöße ganze Gebäude einstürzen. 

MANILA. Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,1 im Norden der Philippinen hat mindestens elf Menschen das Leben gekostet.

Die Zahl der Opfer nach dem schweren Erdbeben im Norden der Philippinen ist auf elf gestiegen. Weitere 24 Menschen wurden nach offiziellen Angaben vom Dienstag noch vermisst. Unter anderem war am Montag in der Stadt Porac nördlich der Hauptstadt Manila ein vierstöckiges Gebäude eingestürzt, in dem sich auch ein Supermarkt befand.

Helfer versuchten weiter, unter Trümmern eingeschlossene Menschen zu retten. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 6,1 lag in der Stadt Castillejos in der Provinz Zambales, wie die Erdbebenwarte Phivolcs in Quezon City mitteilte. Seit dem Beben wurden rund 400 Nachbeben registriert.

Am stärksten waren die Erdstöße aber in den benachbarten Provinzen Pampanga und Bulacan sowie in der Hauptstadt Manila zu spüren. Laut dem Phivolcs-Direktor Renato Solidum wurde keine Tsunami-Warnung erwartet. Er rief die Menschen jedoch wegen möglicher Nachbeben zur Vorsicht auf.

Ein Mädchen und seine Großmutter starben beim Einsturz einer Mauer in der 160.000-Einwohner Stadt Lubao nördlich der Hauptstadt Manila, wie die Provinzgouverneurin von Pampanga, Lilia Pineda, mitteilte. Zwei weitere Menschen seien ums Leben gekommen, als ein vierstöckiges Gebäude in der nahen Stadt Porac, etwa 100 Kilometer nordöstlich von Manila, einstürzte, sagte Angie Blanco von der Katastrophenschutzbehörde der Provinz. Im Erdgeschoß des Gebäudes habe sich ein Supermarkt befunden, hieß es. Die anderen beiden Todesopfer seien bei Einstürzen in ihren Häusern umgekommen, sagte Blanco weiter.

In der 124.000-Einwohner-Stadt Porac wurden laut Blanco 30 Verletzte aus den Trümmern geborgen. Sie werden im Krankenhaus behandelt. In verschiedenen Teilen Pampangas seien 20 weitere Menschen in ihren Häusern verletzt worden.

In Castillejos mit seinen knapp 65.000 Einwohnern rannten Menschen in Panik auf die Straßen, wie lokale Medien berichteten. Einige Gebäude stürzten ein. Entlang einer Hauptverkehrsstraße wurden demnach Risse und Steinschläge beobachtet. Auch der Flughafen Clark International, rund 90 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Manila sei beschädigt worden.

In der Großregion Metro Manila um die philippinische Hauptstadt herum flohen Menschen laut Berichten aus Büros und Geschäftsgebäuden. Der Betrieb der Schwebebahn im Großraum Manila wurde nach Angaben des technischen Leiters Michael Capati aus Sicherheitsgründen vorerst eingestellt.

Die Philippinen befinden sich auf dem Pazifischen Feuerring, wo sich rund 90 Prozent aller Erdbeben weltweit ereignen. Das letzte große Beben mit einer Stärke von 7,1 hatte im Oktober 2013 mehr als 220 Menschen das Leben gekostet. Im Juli 1990 starben mehr als 2.400 Menschen bei einem Beben der Stärke 7,8 auf der nördlichen Insel Luzon.

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