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Steyr

Steyr ist die sicherste Stadt des Landes

Von Von Martin Dunst   23. Dezember 2009 00:04 Uhr

In Steyr haben es Verbrecher schwer
Hanfplantage entdeckt.

STEYR. Laut jüngster Kriminalstatistik weist Steyr im Vergleich mit Linz und Wels die höchste Aufklärungsquote bei Verbrechen auf. Doch es gibt auch Wehrmutstropfen.

Die gute Nachricht im beinahe abgelaufenen Jahr 2009 lautet, dass heuer noch kein Mord verübt worden ist. Die Aufklärungsquote von Delikten ist mit 57,9 Prozent wieder leicht gestiegen. Ein großes Thema in Sachen Kriminalität sind Eigentumsdelikte, die den Löwenanteil der Straftaten ausmachen und Suchtgift-Missbrauch. Beides hängt in vielen Fällen unter dem Schlagwort „Beschaffungskriminalität“ oft auch zusammen.

Traurig sieht die Bilanz bei jenen Süchtigen aus, die an einer Überdosis gestorben sind. Vier Menschen haben in Steyr heuer auf diese Art und Weise ihr Leben verloren.

Rasch ausforschen konnten Polizisten kürzlich einen Abhängigen, der einer Pensionistin die Handtasche geraubt hatte. „Der 18-jährige beschäftigungslose Steyrer hat Anfang Dezember um 13.15 Uhr im Stadtteil Tabor den Raub verübt und konnte bereits nach 35 Minuten gestellt werden“, sagt Polizeisprecher Günter Tischlinger. Er habe kaum Zeit gehabt, die erbeuteten knapp 100 Euro auszugeben und führte die Polizisten in einen nahen Wald, wo er die Handtasche der älteren Dame weggeworfen hatte. Die Pensionistin (69) war mit ihrem Mann spazieren und wurde bei dem Überfall leicht an Ellbogen und Knie verletzt. Der junge Räuber gestand die Tat und gab an er hätte Geld für Drogen benötigt. Er sitzt in Haft und wird sich demnächst am Steyrer Landesgericht verantworten müssen.

Indoorplantage entdeckt

Vor dem Richter werden auch jene zwei 24-jährigen Steyrer landen, die in einer Wohnung illegal Cannabis-Pflanzen gezüchtet haben. Die Wohnung war unter falschem Namen angemietet worden, die Polizei kam den Männern mit dem grünen Daumen dennoch auf die Schliche: Die Beamten ernteten immerhin 700 Gramm Marihuana ab und wiesen den beiden Männer zumindest in zehn Fällen die Weitergabe von Suchtgift nach.

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