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Oberösterreich

So läuft der Besuch im Gasthaus ab 19. Mai ab

Von Christian Ortner und Michael Buchmayr   12. Mai 2021 06:15 Uhr

Raimund Niedermair
Raimund Niedermair bereitet die Öffnung des Klosterhofs in der Linzer Landstraße vor.

LINZ. Testen, kontrollieren, registrieren: Die Wirte bereiten sich auf die Öffnung am 19. Mai vor.

Tische werden an die richtige Position gerückt, Gläser in die Regale sortiert, Lampenschirme abgewischt: In den Wirtsstuben herrscht emsige Betriebsamkeit, Oberösterreichs Gastronomen bereiten sich auf die Wiedereröffnung vor. Ab heute in einer Woche sind Besuche in Restaurants und Gastgärten wieder möglich.

Im Zentrum der Vorbereitungen steht die Frage, wie die Gastronomen die vorgeschriebenen Voraussetzungen zur Bewirtung der Gäste im alltäglichen Betrieb umsetzen können. Denn die Auflagen, die die Bundesregierung formuliert hat, verlangen ein hohes Maß an Planung und Flexibilität.

OÖNTV: Lange Wartelisten in Lokalen

Gut eine Woche vor der Gastro-Öffnung haben viele Wirte schon lange Wartelisten für ein Platz im Lokal oder Gastgarten. Und: Wir erklären, wie Wohnzimmertests kommende Woche zum Eintrittsticket werden.

Mitarbeiter kontrollieren Gäste

Eingelassen werden nur Gäste, die eines der "3G-Kriterien" erfüllen: Sie müssen getestet, geimpft oder genesen sein. "Wir werden beim Eingang an der Landstraße drei bis vier Mitarbeiter abstellen, die die Gäste zum Tisch führen. Die werden auch die Kontrollen vornehmen", sagt Raimund Niedermair, Betriebsleiter im Klosterhof in Linz. So will es auch Mario Chowanietz im Glorious Bastards in den Promenaden Galerien handhaben. "Die Mitarbeiter werden dahingehend geschult."

Was, wenn jemand partout ohne 3G-Nachweis ins Lokal will? "Wenn ein Gast glaubt, er muss sich nicht an die Regeln halten, wird ihm ein Schichtleiter klarmachen, dass er das Lokal verlassen muss", will Chowanietz strikt vorgehen. Möglich sind laut Öffnungsverordnung auch Schnelltests vor Ort, die nur für den jeweiligen Besuch im Lokal gelten. "Ich werde das sicher zusätzlich im Haus anbieten", sagt Andreas Hammerle vom Restaurant Zenz’n Stub’n in Schörfling am Attersee. Der Wirtesprecher der Wirtschaftskammer, Andreas Mayr-Stockinger, empfiehlt das auch seinen Kollegen: "Damit auch spontane Besuche möglich sind."

Im Klosterhof hat sich Betriebsleiter Niedermair noch nicht festgelegt, eine Option schließt er aber bereits aus: "Wir haben überlegt, einen Automaten anzuschaffen, der Selbsttests für die Gäste ausgibt. Aber der kostet 12.000 Euro, das kommt nicht infrage."

Edi Altendorfer, der Geschäftsführer des Restaurants Stadtliebe in Linz, will Selbsttests notgedrungen anbieten. "Wie das in der Praxis funktionieren soll, weiß ich aber noch nicht." Er hoffe, dass das Gesundheitsministerium die Tests zur Verfügung stellt.

So läuft der Besuch in Oberösterreichs Gasthäusern ab kommender Woche ab
Mario Chowanietz freut sich auf Betrieb im Glorious Bastards.

Im Glorious Bastards kann sich Mario Chowanietz vorstellen, die Selbsttests nach nebenan ins Nachtlokal Barefoot – das ohnehin noch geschlossen bleiben muss – auszulagern. "Gäste könnten sich dann unter meiner Aufsicht selbst testen", sagt der Betriebsleiter.

Astrid Pöcherstorfer-Wolf vom Restaurant Olivi in Wels hat diesbezüglich einen Vorteil: Sie kann Personen ohne 3G-Nachweis zum Testen in die im selben Gebäude befindliche Apotheke schicken. Schwieriger schätzt sie die Kontrolle der Gäste im Gastgarten ein: "Der ist von allen Seiten zugänglich, vermutlich werden die Kellner die Leute zum Teil erst kontrollieren können, wenn sie bereits am Tisch sitzen."

Astrid Pöcherstorfer
Astrid Pöcherstorfer-Wolf, Restaurant Olivi in Wels

Registrierung per Smartphone

Der angekündigten Registrierungspflicht für Gäste sehen die Gastronomen gelassen entgegen. Sie kennen das Prozedere bereits vom vergangenen Herbst. Raimund Niedermair will im Klosterhof dafür einen eigenen Bereich im Vorhof einrichten. Dort können die Gäste ihre Daten in ein Formular eintragen. "Ich empfehle allerdings, bereits mit einem ausgefüllten Zettel zu kommen", sagt Niedermair. Die Formulare werden zum Download auf der Klosterhof-Website bereitstehen.

Im Olivi, im Glorious Bastards und in der Zenz’n Stub’n wird die Registrierung per Smartphone und QR-Code möglich sein. Im Glorious Bastards stellt Betriebsleiter Chowanietz Gästen ohne Smartphone dafür Tablets zur Verfügung.

Generell empfehlen die Wirte ihren Gästen, in den kommenden Wochen zu reservieren. Bei Zwei-Meter-Mindestabstand zwischen den Tischen und maximal vier zugelassenen erwachsenen Personen pro Tisch könnte für Spontan-Gäste der Platz knapp werden.

Regeln für Gastronomie

  • Gäste müssen nachweisen, dass sie entweder geimpft, getestet oder genesen sind.
  • Außerhalb der zugewiesenen Sitzplätze gilt eine FFP2-Maskenpflicht.
  • In geschlossenen Räumen sind pro Tisch vier Erwachsene aus unterschiedlichen Haushalten plus sechs Kinder erlaubt.
  • Im Freien sind Gruppen mit zehn Erwachsenen aus unterschiedlichen Haushalten plus zehn Kinder zugelassen.
  • Der Verzehr von Speisen und Getränken ist nur am Sitzplatz (nicht an der Bar) erlaubt.
  • Zwischen Personen fremder Tische gilt ein Mindestabstand von zwei Metern.
  • Jeder Betrieb braucht ein Covid-19-Präventionskonzept.
  • Sperrstunde ist um 22 Uhr.
So läuft der Besuch in Oberösterreichs Gasthäusern ab kommender Woche ab
Helga und Andreas Hammerle von der Zenz’n Stub’n in Schörfling

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