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Mühlviertel

Urnengang in Reichenau: 60,1 Prozent für Rechberger

24. Oktober 2021 14:57 Uhr

Bürgermeisterwahl Reichenau.
Bürgermeisterkandidat Peter Rechberger.

REICHENAU IM MÜHLKREIS. Reichenau im Mühlkreis hat am Sonntag Peter Rechberger von der Bürgerliste "Miteinander in Reichenau - die bessere Alternative" (MiR) mit 60,1 Prozent zum Bürgermeister gewählt.

Rechberger stand als einziger Kandidat auf dem Stimmzettel, nachdem Amtsinhaber Hermann Reingruber (VP) Anfang Oktober sein Antreten bei der Stichwahl zurückgezogen hatte.

Der 46-Jährige ist Spitzenkandidat der erst Anfang August formierten Bürgerliste, die sich als "bessere Alternative" für Reichenau präsentierte. Die Gründung traf vor allem die Volkspartei hart, war doch Rechberger nicht nur 17 Jahre lang Ortsgruppenobmann des ÖAAB sondern von 2015 bis 2018 auch Fraktionsobmann der ÖVP im Gemeinderat. Der gelernte Rauchfangkehrer, der im Bauhof der Gemeinde Reichenau arbeitet, hatte im ersten Wahlgang 385 Stimmen (44,87 Prozent) auf sich vereinen können – um drei mehr als Amtsinhaber Reingruber (382 Stimmen, 44,52 Prozent).

Auch im Gemeinderat ist „Miteinander in Reichenau“ stark vertreten. Sie erreichte auf Anhieb 38,78 Prozent der Stimmen und stellt damit acht Mandate – gleich viele wie die Volkspartei, die bei der Wahl auf 39,12 Prozent kam – und dabei gegenüber 2015 (75,37 Prozent) nahezu halbiert wurde. Die SPÖ stellt in Reichenau zwei Gemeinderäte, die FPÖ einen. Die beiden Wahllokale in Reichenau schließen um 12 Uhr. 

Bürgermeisterwahlen abgeschlossen

Damit sind die Bürgermeister-Direktwahlen in Oberösterreich abgeschlossen. Bilanz: Die ÖVP stellt 329 Ortschefs, die SPÖ 86 die FPÖ 15 und die Grünen einen. Sieben Bürgermeister wurden von eine Bürgerliste ins Rennen geschickt.

Nach der ersten Runde der Bürgermeisterwahlen am 26. September gab es in 76 der 438 Gemeinden kein eindeutiges Ergebnis. 72 führten zwei Wochen später eine Stichwahl durch. In vier Orten zog aber ein Bewerber zurück und der verbliebene Kandidat musste sich einer "Ja"- oder "Nein"-Abstimmung stellen. Diese Urnengänge fanden etwas später statt als die regulären Stichwahlen. Mit jenem in Reichenau am Sonntag ist die Bürgermeisterwahl in ganz Oberösterreich nun abgeschlossen.

Erster Grüner Bürgermeister am Attersee

Die Ergebnisse bestätigten die ÖVP als Bürgermeisterpartei in der Fläche. Die SPÖ holte sich bei der Stichwahl - die am Wochenende der Regierungskrise stattfand - einige Stadtchef-Posten in Bezirkshauptstädten. Die FPÖ feierte ihren größten Erfolg wohl in Wels, wo man den Bürgermeistersessel auf Anhieb verteidigte. Die Grünen freuten sich in Attersee über den ersten Grünen Bürgermeister bisher im Bundesland.

Die Legislaturperiode dauert nun sechs Jahre. Eine Gemeinde muss allerdings bereits in den kommenden Monaten neuerlich wählen: Ein wenige Tage nach seiner Wiederwahl trat der wegen Vergewaltigung nicht rechtskräftig verurteilte Ortschef zurück.

 

 

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