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Hein hält an Seilbahn fest: "Sonst droht uns im Süden ein massives Problem"

LINZ. Eine S-Bahn-Verbindung zum Hauptbahnhof wird es frühestens 2026 geben.

Hein hält an Seilbahn fest: "Sonst droht uns im Süden ein massives Problem"

Markus Hein, Verkehrsstadtrat Bild: VOLKER WEIHBOLD

Dass sein Projekt für eine Stadtseilbahn im Linzer Süden von Kritikern als "unfinanzierbares Luftschloss" abgetan wird, will Verkehrsstadtrat Markus Hein (FP) nicht hinnehmen.

Auch nicht, dass ihm von mehreren Seiten geraten wird, er solle doch lieber bei den ÖBB Druck für den schnelleren Ausbau der S-Bahn-Verbindung vom Bahnhof Kleinmünchen zum Hauptbahnhof machen, ärgert den Stadtrat.

"Darauf habe ich schon vor mehr als einem Jahr gedrängt", sagt Hein. Allerdings hätten die ÖBB entschieden, die Westbahnstrecke zuerst im Westen von Linz, bei Leonding, auszubauen. Dies deshalb, weil nur damit die Strecke Richtung Wels wie geplant erweitert werden könne, argumentieren die Bundesbahnen in einem Schreiben an Hein aus dem Jahr 2017, das den OÖN vorliegt. Das Linzer Anliegen, das Teilstück Kleinmünchen bis zum Hauptbahnhof viergleisig zu legen, um die Pendler im schnellen S-Bahn-Takt vom Süden ins Zentrum zu bringen, wurde auf die Wartebank verschoben. Mit dem Argument, dass zwei gleichzeitige Baustellen im Westen und Osten von Linz "ausgeschlossen sind", weil dies zu große Einschränkungen im Schnellbahnverkehr nach sich ziehen würde.

Was heißt das jetzt für Linz? "Dass in Kleinmünchen frühestens 2024 zu bauen begonnen wird", sagt Hein. Nachsatz: "Wenn die Zusagen halten."

Doch auch wenn die S-Bahn in vielleicht sechs bis acht Jahren die Pendler aus dem Süden schneller zum Hauptbahnhof bringe, "sind sie damit noch nicht bei ihren Arbeitsplätzen im Industriegebiet".

Die Stadtseilbahn hingegen würde die Passagiere – wie berichtet – vom Bahnhof Ebelsberg ausgehend über Haltestationen auf dem Werksgelände der voestalpine, im Franckviertel, der Industriezeile und im Handelshafen nahe zu den Arbeitsplätzen bringen.

"Natürlich sind die Investitionskosten mit 283 Millionen Euro sehr hoch", sagt Hein. Das gelte aber für jedes größere Projekt im öffentlichen Verkehr. "Auch die Stadtbahn nach Pregarten wird ein Vermögen kosten." Und die zweite Schienenachse koste ohne die Einbindung der Mühlkreisbahn 330 Millionen Euro, so der Stadtrat.

Nur erste Etappe bauen?

Um die Kosten einer Stadtseilbahn möglichst niedrig zu halten, kann sich Hein auch vorstellen, als ersten Schritt nur den ersten, 3,5 Kilometer langen Streckenabschnitt vom Bahnhof Ebelsberg bis zum Werksgelände der voestalpine zu errichten. Der würde "nur" 110 Millionen Euro kosten. Macht 27,5 Millionen Euro für die Stadt, wenn sich Bund und Land, wie von Hein und Bürgermeister Luger (SP) gewünscht, mit 50 bzw. 25 Prozent an den Kosten beteiligen. 

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Artikel (eda) 18. Oktober 2018 - 00:04 Uhr
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