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Innviertel

Corona-Situation: Schärdings Bezirkshauptmann schlägt Alarm

Von Thomas Streif   12. April 2021 17:50 Uhr

Ausreisekontrollen aus dem Bezirk Braunau
Drohen auch den Bezirken Ried und Schärding bald Ausreisebeschränkungen wie zuletzt dem Bezirk Braunau?

INNVIERTEL. Die Corona-Zahlen in den drei Innviertler Bezirken liegen nach wie vor weit über dem Landesdurchschnitt. Schärdings Bezirkshauptmann Rudolf Greiner hofft auf eine rasche Besserung der Situation, andernfalls seien Ausreisebeschränkungen nicht mehr auszuschließen. Noch ernster ist die Lage im Bezirk Ried.

211 Personen sind derzeit (Stand, Montag, 12. April, 17 Uhr) im Bezirk Schärding mit Corona infiziert. "Die Zahl der Covid19-Infizierten steigt wieder stark an. Hält diese negative Entwicklung weiter an, könnten bald Maßnahmen, wie die Erlassung einer Hochinzidenzverordnung die Folge sein", schreibt Schärdings Bezirkshauptmann Rudolf Greiner in einer Aussendung. Gemeint sind damit mögliche Ausreisebeschränkungen, wie zuletzt im Bezirk Braunau, die am heutigen Montag, wie berichtet, endeten. 

Um das zu verhindern sei ein gemeinsamer Weg nötig, so Greiner. Sollte der Fall einer Ausreisebeschränkung tatsächlich eintreten, werden die Testmöglichkeiten in Abstimmung mit den Bürgermeistern des Bezirks Schärding erweitert. Dazu seien zusätzlich zu den bestehenden Teststraßen (Krankenhaus Schärding, Pfarrheim Münzkirchen, Schloss Zell an der Pram sowie in mehreren Apotheken) weitere Testeinrichtungen in Suben, Schardenberg, Andorf und Engelhartszell vorgesehen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schärding lag am Montagabend bei 254. 

Greiner appelliert in der aktuellen Lage einmal mehr an die Eigenverantwortung der Bürger. "Auch die Wirtschaft wurde ersucht, auf die Betriebe einzuwirken, dass die Maßnahmen strikt eingehalten und die Testangebote erweitert werden", betont Schärdings Bezirkshauptmann. Nur so sei es möglich, die Zahlen so zu senken, dass Ausreisekontrollen verhindert werden können. 

Hoffen auf Impfung 

 "Wir hoffen, dass bald verstärkt Impfungen angeboten werden können. Die Bezirkshauptmannschaft Schärding als Gesundheitsbehörde, das Rote Kreuz und die niedergelassenen Ärzte des Bezirkes arbeiten hier eng zusammen und haben in den vergangenen Wochen rund 6500 Personen geimpft. Dazu kommen noch die Impfungen im niedergelassenen Bereich für die Hochrisikopatienten. Mit weiteren geplanten Impfstandorten in Andorf und Engelhartszell soll das Angebot noch einmal erweitert werden", betont Greiner. 

Schärdings Bezirkshauptmann Rudolf Greiner

7-Tage-Inzidenz: Ried österreichweit auf dem dritten Platz

Noch angespannter stellt sich die Situation in Ried dar. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag am Montagabend bei rund 318, das ist der höchste Wert in Oberösterreich, österreichweit liegt Ried auf dem traurigen dritten Platz. 

In Braunau hat sich die Situation zuletzt zwar verbessert, aber die Zahlen sind nach wie vor viel zu Hoch. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei rund 296, das ist Platz zwei in Oberösterreich und Rang sieben bundesweit. 

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