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"Momentan bin ich noch ganz weit weg"

SCHILDORN. Skispringen: Verletzungen und neun Wochen Pause haben Jacqueline Seifriedsberger im Sommer ausgebremst – Von einer Olympiamedaille träumt die 26-Jährige trotzdem

"Momentan bin ich noch ganz weit weg"

Die 26-jährige Innviertlerin bleibt trotz des holprigen Starts optimistisch. Bild: GEPA pictures

"So habe ich mir den Saisonauftakt nicht vorgestellt", sagt Jacqueline Seifriedsberger. Die Skispringerin liegt nach den ersten drei von insgesamt 17 Weltcup-Bewerben auf dem 20. Platz. Dass die Schildornerin beim Auftakt in Lillehammer (Norwegen) noch nicht mit den Spitzenathletinnen mithalten konnte, hat einen Grund: Die 26-Jährige verletzte sich im Juni bei einem Trainingssprung in Hinzenbach am linken Knie. Auf dem Weg der Besserung stürzte sie zwei Wochen später mit dem Mountainbike, zog sich dabei Schürfwunden und Prellungen zu und musste erneut pausieren. Mittels eines arthroskopischen Eingriffs am verletzten Knie wurde ihr Meniskus wieder auf Vordermann gebracht, doch am Ende fehlten ihr neun Wochen Training.

"Körperlich habe ich mich in Lillehammer schon fit gefühlt, aber auf der Schanze wurde mir schnell klar, dass ich noch nicht dort bin, wo ich hin will. Vor allem bei der Anfahrt habe ich mit der Hocke Probleme", sagt die Schildornerin, die sich derzeit daheim auf die nächsten Springen in Hinterzarten (Deutschland) vorbereitet. Mit intensivem Training und harter Arbeit will sie den Anschluss an die Spitze schnellstmöglich schaffen. "Das wird nicht einfach, denn die Dichte im Damen-Weltcup ist enorm. Natürlich will ich wieder ganz vorne mitspringen, aber davon bin ich im Moment noch ganz weit weg."

Bodenkontakt mit Folgen

Mit Verletzungen und dem beschwerlichen Weg zurück kennt sich die Innviertlerin inzwischen aus. Im Dezember 2013 stürzte Jacqueline Seifriedsberger bei einem Trainingssprung in Hinterzarten schwer. Die Diagnose: Riss des vorderen Kreuzbandes und Meniskusschaden im rechten Knie. "Daran habe ich lange geknabbert. Die Landung war schon immer ein Schwachpunkt von mir und dort ist mir ausgerechnet beim ersten Bodenkontakt das Kreuzband gerissen." Aufgrund dieser Verletzung fehlte die Schildornerin bei der Olympiapremiere der Skispringerinnen 2014 im russischen Sotschi. Jetzt, vier Jahre später, will sie bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang (Südkorea) einen neuen Versuch starten. "Natürlich träume ich von einer Medaille, aber dieses Ziel ist noch weit weg. In erster Linie geht es jetzt darum ruhig zu bleiben, konsequent weiterzuarbeiten und mich immer wieder zu fordern."

Bevor es zu den nächsten Weltcup-Springen in Hinterzarten (16. und 17. Dezember) geht, wird Seifriedsberger ein paar Tage daheim verbringen. "Gerade wenn es nicht so gut läuft, ist das wichtig für mich. Hier kann ich gut abschalten und meine Akkus aufladen." Einen ganzen Tag, an dem sie überhaupt nicht ans Skispringen denkt, gäbe es trotzdem selten.

Von stiller Adventzeit kann bei ihr ohnehin nicht die Rede sein. Dazu ist der Terminkalender bis Heiligabend zu voll. Deshalb müssen auch die Weihnachtsgeschenke noch warten. "Ich mag die Feiertage sehr. Es ist schön, wenn die ganze Familie zusammenkommt. Während der Saison sehe ich sie ja nicht allzu oft", sagt die Schildornerin. Viel Zeit zum Geschenke-Auspacken und Kekseessen hat sie Skispringerin allerdings nicht, denn schon am 26. Dezember geht das Training weiter. Für Jacqueline keine Belastung, denn sie freut sich auf die Springen im neuen Jahr. "Vor allem auf Hinzenbach, weil viele von daheim mitkommen, und ich mag die Bewerbe in Japan. Eigentlich taugt mir der ganze Weltcup-Kalender."

Egal wie die Saison verläuft, auf eine Sache freut sich die Innviertlerin schon jetzt. "Nach den letzten Springen Ende März will ich noch ein, zwei Wochen den Schnee genießen, Skifahren und Touren gehen. Davor geht das nicht, weil die Verletzungsgefahr zu groß wäre. Und dann habe ich meistens eine Zeit lang genug vom Schnee."

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Artikel Elisabeth Ertl 08. Dezember 2017 - 16:24 Uhr
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