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Oberösterreich

Fast 18 Prozent mehr Biobauern als 2014

Franz Waldenberger (49) ist Sprachrohr der oberösterreichischen Biobauern

Franz Waldenberger Bild: Gemeinde

Vor 20 Jahren machte Franz Waldenberger aus dem zehn Hektar großen elterlichen Bauernhof in Pennewang einen Biobetrieb. Damals war er in der kleinen Gemeinde im Bezirk Wels-Land Pionier. Bereut hat der studierte Biologe, der für die ÖVP seit 2014 Bürgermeister ist, den Schritt nie. „Ich kann mir nicht vorstellen, anders zu arbeiten“, sagt der verheiratete Vater von zwei Mädchen und zwei Buben zwischen zehn und 22 Jahren.

Der Besuch der AgroTier, die von heute bis Sonntag in Wels stattfindet, ist für Waldenberger Pflicht. Denn seit März 2015 engagiert er sich auch überregional für naturnahe Landwirtschaft. Damals wurde er zum Obmann von Bio Austria in Oberösterreich gewählt. Er vertritt fast die Hälfte der 4575 Biolandwirte in Oberösterreich.

Ihre Zahl steigt seit Jahren kontinuierlich – zwischen 2014 und 2017 um fast 18 Prozent. „Das hängt mit der EU-Förderung zusammen“, sagt Waldenberger. Wer heuer noch bis Jahresende zur biologischen Wirtschaftsweise wechselt, wird von der EU mit knapp 300 Euro pro Hektar entschädigt. „Dann ist bis 2021 dieses Finanzierungsfenster wieder geschlossen.“

Bio ist im wahrsten Sinne des Wortes in vieler Munde. Es gibt aber zwischen Worten und Taten Unterschiede: Viele wollen bio kaufen, nach dem Blick in die Geldbörse wird klar, ob mehr für höherwertige Lebensmittel ausgegeben wird.

Waldenberger will daher bewusst machen: „Ernährung hat einen direkten Einfluss auf die Gesundheit des Menschen.“ Und je gesünder Lebensmittel erzeugt werden, desto mehr profitiert die Umwelt. „Wer Produkte aus Drittländern kauft, weiß nichts über deren Inhaltsstoffe, über die Bedingungen bei der Produktion – weder für die Menschen noch für die Tiere.“

Also regional erzeugte Lebensmittel kaufen? „Ja, aber viele Biobauern sind verärgert, wenn es nun heißt: ,Regional ist das neue Bio‘. Das stimmt nicht und führt Konsumenten nur auf die falsche Fährte.“ Das eine sei die Herkunftsbezeichnung, das andere die Form der Bewirtschaftung, sagt Waldenberger

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Artikel Friedrich M. Müller 06. September 2018 - 00:04 Uhr
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