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Literatur

Der gewaltige Herr Aigner

Von Alexander Ritzinger   12. März 2011 00:04 Uhr

Der gewaltige Herr Aigner
Hinterglasmalerei „Tod und Teufel“, entstanden 1991, heute im Privatbesitz

Dieser schwergewichtige Werküberblick (im doppelten Wortsinn) besticht nicht nur durch seine Opulenz, sondern auch durch die titanische Mal-, Zeichen- und Phantasiekraft Fritz Aigners.

Im Jahr 1961 notierten die OÖN: „... Ein Maler, dessen Kunst wirklich von Können kommt, ist der Linzer Fritz Aigner.“ Und Otto Wutzel schrieb fünf Jahre zuvor: „Fritz Aigner ist ein blendender Techniker. Das Malen beherrscht er wie ein alter Meister, so prächtig und leuchtend seine Farben, so glänzend seine Lasuren, so gegenständlich aber auch seine thematische Auffassung. Das Publikum merkt kaum den tiefgründigen Hintergrund. Diese Merkmale stellen Aigner in die Linie des Surrealismus, doch ist diese Zuteilung bei ihm irgend wie gewaltsam. In seiner Bildwelt herrscht die Phantastik vor, die das Bild zum spritzigen literarischen Erlebnis machen kann.“

Aigners Debüt als Künstler gelang ihm bereits mit seinen originellen Kinderzeichnungen, die ihm bald den Status eines Wunderkindes sicherten. Ohne je eine Aufnahmsprüfung absolvieren zu müssen, wurde er nach einer ersten Ablehnung an die Akademie der bildenden Künste in Wien aufgenommen.

Aigner hinterließ bei seinem Tod 2005 ein gewaltiges Werk, in dem sich sein singuläres Künstlertum zeigt.

Dieser kürzlich vorgelegte prächtige Werküberblick löst Begeisterung aus!

Das Buch
Hannes Etzlstorfer: Fritz Aigner, Wunderkind und Malmaschine. Verlag Christian Brandstätter, 430 Seiten, 633 Abbildungen, 49,90 Euro

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