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Abnehmen

Diät-Profi Bernhard Ludwig: „Zerstört eure Waagen“

Von Von Ulrike Griessl   11. März 2010 00:04 Uhr

Mit 61 Jahren hat Bernhard Ludwig seine Wunschfigur erreicht.

Probleme mit überschüssigen Kilos kennt der Psychologe und Kabarettist Bernhard Ludwig (61) nur zu gut. Schon in seiner Jugend hat der Arztsohn aus Steyr unzählige Diäten ausprobiert. Warum er seine Wunschfigur dennoch erst jetzt erreicht hat, erzählt Ludwig im OÖN-Interview.

OÖN: Herr Ludwig, Sie machen Kabarett-Seminare zum Thema Abnehmen. Wie wird man als Psychologe zum Diät-Spezialisten?

Ludwig: Durch persönliche Betroffenheit. Ich bin in meiner Jugend in sämtliche Diätfallen getappt. Ich habe auf mindestens 50 verschiedene Arten probiert, abzuspecken – aber immer mit Jojo-Effekt. Ich kenne den Leidensweg von Abnehmwilligen daher ganz genau.

OÖN: Wann haben Sie Ihr Wunschgewicht erreicht?

Ludwig: Jetzt, mit 61 Jahren, habe ich es geschafft. Ich habe in einem Jahr von der T-Shirt-Größe XX-Large auf Medium abgenommen. Wie vielen Kilos das entspricht, weiß ich nicht. Denn für mich zählt nicht das Gewicht, sondern einzig und allein die Leiberlgröße.

OÖN: Warum haben Sie es gerade jetzt geschafft?

Ludwig: Ich hatte vor fünf Jahren einen Schlaganfall, danach habe ich beschlossen, meinen Lebensstil zu ändern. Mit meiner eigenen Methode, die ich vor sieben Jahren erfunden habe, habe ich es schließlich geschafft.

OÖN: Und wie sieht diese Methode aus?

Ludwig: Ganz einfach: Jeder zweite Tag ist für mich ein Nicht-Ess-Tag. Ich trinke nur Wasser, und nach 18 Uhr gönne ich mir ein Glas Rotwein. Ansonsten sind die Nicht-Ess-Tage keineswegs von Enthaltsamkeit geprägt. In meinen Kabarett-Seminaren sage ich immer: „Ein Tag Sex, ein Tag essen.“ Das ist die perfekte Methode, um die Leiberlgröße dauerhaft zu verkleinern.

OÖN: Was dürfen Sie an Ihren Ess-Tagen zu sich nehmen?

Ludwig: Da esse ich, was mir schmeckt – ohne Einschränkungen. Das ist ja das Tolle an dieser Methode. Und das macht es auch leicht, ein Leben lang durchzuhalten.

OÖN: Aber ist es nicht extrem schwierig, einen ganzen Tag absolut nichts zu essen?

Ludwig: Nein, überhaupt nicht. Nach einer Woche hat sich das Hirn umgestellt. Man verspürt auch nach einem Nicht-Ess-Tag keinen Heißhunger. Im Gegenteil, weil sich der Magen verkleinert hat, kann man am nächsten Tag nicht völlern, man ist schneller satt. Außerdem ist der Nicht-Ess-Tag extrem gesund, weil der Darm auf diese Art eine lange Pause machen kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man einen enormen Zeitgewinn hat. Wer nicht essen muss, hat viel mehr Zeit für andere Dinge.

OÖN: Was raten Sie Menschen, die abnehmen möchten?

Ludwig: Erstens: Zerstört eure Waagen, die braucht kein Mensch zum Abnehmen. Zweitens: Esst eine Woche jeden zweiten Tag nichts. Und drittens entscheidet, ob ihr das ein Leben lang machen und dauerhaft schlank werden wollt. Absolut wichtig ist übrigens bei jeder Art des Abnehmens der Muskelschutz. Denn die Muskeln erzeugen Hormone und Kraft.

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