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Wirtschaftsraum OÖ

Corona riss Loch in Baugeräte-Umsatz

06. August 2020 00:04 Uhr

Wacker Neuson profitiert vom weltweiten Bau-Boom
Martin Lehner, CEO der Wacker Neuson Group

HÖRSCHING/MÜNCHEN. Die Wacker-Neuson-Gruppe bekam die Folgen des Shutdowns im ersten Halbjahr mit einem Umsatzeinbruch von 16 Prozent zum Vorjahr deutlich zu spüren.

Der Hersteller von Baugeräten und Kompaktbaggern erlöste im ersten Halbjahr 798 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag im ersten Halbjahr bei 50,4 Millionen Euro, ein Minus von 41,5 Prozent.

In Europa fiel der Umsatzeinbruch mit minus 8,8 Prozent auf 631 Millionen Euro im Vergleich zur Region Amerika relativ gering aus. Insbesondere in Deutschland, der Schweiz und Österreich war die Nachfrage nach Baugeräten relativ robust. Viele Baustellen waren weltweit und auch in Österreich über Wochen geschlossen und Lieferketten unterbrochen. "Das betrifft natürlich auch unseren Standort in Hörsching", sagte Vorstandsvorsitzender Martin Lehner. Hörsching arbeitet mit vielen italienischen Lieferanten, das Werk war für drei Wochen von der Lieferkette abgeschnitten. Die Mitarbeiter sind derzeit in Betriebsurlaub.

"Aus heutiger Sicht werden wir die im April begonnene Kurzarbeit bis Ende September fortführen", sagte Lehner. De facto bedeutet das für die Hälfte der Mitarbeiter Kurzarbeit, das sind die Beschäftigten der Produktion, die so eine Drei-Tage-Woche haben. Im vierten Quartal hofft Wacker-Neuson, keine Kurzarbeit mehr zu benötigen.

Lehner geht aufgrund steigender Auftragseingänge davon aus, dass die Talsohle von März bis Mai durchschritten wurde. Ob es dennoch zu einem Mitarbeiterabbau in Hörsching kommt? "Das kann ich für diesen Standort ausschließen." Er erwartet keinen weiteren General-Lockdown, sondern einen globalen Wirtschaftsaufschwung 2021. Sonst, "wenn die Kur schlimmer ist als die Krankheit, müssen wir uns etwas überlegen." Umsatz und Ergebnis werden im Gesamtjahr jedenfalls unter dem Vorjahr liegen.

Am oö. Standort gibt es Pläne für den Ausbau der Entwicklungsbasis für die Nullemissionsgeräte (E-Fahrzeuge) sowie mittelfristig für ein Ausbildungszentrum. Die finalen Entscheidungen dafür warte man jetzt einmal ab. (uru)

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