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Wirtschaft

Wirtschaftskammer OÖ will Lockdown-Ende schon am 12. Dezember

04. Dezember 2021 00:04 Uhr

Wirtschaftskammer OÖ will Lockdown-Ende schon am 12. Dezember
Ernst Wiesinger

LINZ/WIEN. Die Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ) nimmt die sinkenden Coronazahlen zum Anlass für die Forderung, den Lockdown, wie auch auf Bundesebene, mit 12. Dezember zu beenden.

Wie berichtet, will Landeshauptmann Thomas Stelzer Oberösterreich mindestens bis 17. Dezember im Lockdown halten. Um "den Schaden für den heimischen stationären Handel" zu minimieren, brauche es ein Öffnen gleichzeitig mit jenem in den anderen Bundesländern, so Ernst Wiesinger, Obmann der Sparte Handel, am Freitag in einer Aussendung. Das Kaufverhalten der Kunden würde an den Bundesländergrenzen nicht haltmachen.

Auch viele andere Betriebe und Sparten meldeten sich zu Wort und forderten Öffnungen am 12. Dezember: Für Wolfgang Suitner, Bundessprecher der Veranstaltungsbetriebe, ist ein Ende des Lockdowns "existenziell notwendig": Die Gerüchte über eine Verlängerung für einzelne Branchen, so auch die Eventbranche, seien ein Schlag ins Gesicht.

Thermen hoffen auf die Weihnachtsferien

Eine Verlängerung des Lockdowns sei für viele Betriebe emotional und wirtschaftlich nicht mehr zu stemmen, sagte Christian Hörl, Branchensprecher der Fitnessstudios.

Auch viele Thermen würden an die Grenzen des Machbaren stoßen, sagt Thermensprecher Patrick Hochhauser (Eurothermen): In den Weihnachtsferien würde die Möglichkeit bestehen, die bisherigen wirtschaftlichen Verluste zumindest etwas abzufedern.

Auf die Füße getreten fühlen sich auch die Tanzschulen: Die aktuelle Situation sei deprimierend und kräfteraubend. Der Großteil der Umsätze werde in den Herbst- und Wintermonaten erwirtschaftet. Auch die Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie die Floristen meldeten sich.

"Die Hotels weiter geschlossen zu halten, wäre rechtlich nur schwer haltbar", hieß es vonseiten des Österreichischen Hotelierverbands (ÖHV, Präsidentin: Michaela Reitterer). Diese Art von Diskriminierung gegenüber anderen Branchen und Destinationen wäre unhaltbar, vor allem, weil Hotels strengere Regeln handhaben würden als andere Bereiche.

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