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Wirtschaft

Metaller-Verhandlungen werden in Firmen getragen

23. Oktober 2021 00:04 Uhr

Metaller-Verhandlungen werden in Firmen getragen
Betriebsräte-Konferenz in Leonding am Mittwoch

WIEN. Nach der dritten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen (KV) in der Metalltechnischen Industrie (FMTI) stehen die Zeichen auf Warnstreik.

"Ein Arbeitskampf steht bevor", so die beiden Chefverhandler der Arbeitnehmerseite, Rainer Wimmer (Pro-Ge) und Karl Dürtscher (GPA), nach der Verhandlung. Ein nächster Termin ist mit 2. November aber bereits vereinbart.

Die Arbeitgeber verstehen die Verschärfung zum jetzigen Zeitpunkt nicht. FMTI-Obmann Christian Knill spricht von "Säbelrasseln und Propaganda". Das jüngste Angebot der Unternehmer brächte durchgerechnet ein Plus von 2,3 Prozent – nach 2,2 Prozent vor der dritten Runde.

Versammlung in Leitbetrieben

Von Mittwoch bis Freitag finden ein- bis zweistündige Betriebsversammlungen statt. In Oberösterreich reicht die Liste von der voestalpine über Engel, Internorm, Rosenbauer und Wacker Neuson bis zu Pöttinger und BMW Motoren. Die genauen Zeiten werden in den Betrieben festgelegt. Es soll auch die Möglichkeit geben, dass Mitarbeiter im Homeoffice online zugeschaltet werden. Am 28. Oktober holen sich die Gewerkschaften vom ÖGB auch eine Streikfreigabe. Die Versammlungen werden die gesamte Metallindustrie betreffen. Während die Gewerkschaft von einem "solidarischen Lohnkampf" spricht, ist Knill erbost: "Nun werden sogar Warnstreiks angekündigt, auch in Branchen, für die wir gar nicht verhandeln. Es geht heuer offenbar nicht um vernünftige Ergebnisse, sondern um Säbelrasseln."

Seit zehn Jahren werden die Lohnverhandlungen für sechs Verbände separat geführt. Die Arbeitgeber argumentierten dies mit den unterschiedlichen Bedingungen. Allerdings haben die Gewerkschaften bisher stets einen identen Abschluss durchgesetzt.

Die Metallergewerkschaften gingen – wie berichtet – mit einer Forderung nach einem Plus von 4,5 Prozent in die Gespräche. Neben einem kräftigen Lohnplus werden höhere Zuschläge für die Nachmittags- und die Nachtschicht angestrebt. Diese seien mit 50 Cent und 2,50 Euro nicht mehr zeitgemäß und sollen verdreifacht bzw. verdoppelt werden. Die 1200 Betriebe des Fachverbands beschäftigen 134.000 Mitarbeiter.

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