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Black Wings

"Wir sind ein Entwicklungsprojekt und wollen jungen Spielern weiter helfen"

Von Markus Prinz  29. September 2021 09:45 Uhr

Trainer Philipp Lukas

LINZ. Die Steel Wings Linz stehen an der Spitze des oberösterreichischen Eishockey-Nachwuchses. Warum es selbst da Import-Spieler braucht, wie kooperativ die Verbindung zu den Black Wings ist und wo man langfristig hin will, erläutert Trainer Philipp Lukas im Eisbrecher-Podcast.

Das gesamte Interview hören Sie im Eisbrecher-Podcast:

OÖN: Vor einer Woche konnte man den erst zweiten Sieg in regulärer Spielzeit in der Vereinshistorie bejubeln, gleich im dritten Spiel der neuen Saison. Sind Sie aktuell zufrieden?

Philipp Lukas: Man muss dazu sagen, dass es von der Erwartungshaltung abhängig ist, ob man zufrieden sein kann. Natürlich gelten wir als Underdog in der Alps Hockey League, so wie in den letzten Jahren. Meiner Meinung nach muss die Erwartungshaltung aber eine höhere sein als in der Vergangenheit. Ich bin zufrieden mit den Fortschritten, die die Mannschaft in den zwei Monaten gemacht hat, die wir jetzt beisammen sind. Vor allem in puncto tägliche Arbeitseinstellung.

Welche Ziele hat man langfristig?

Wir sind ein Entwicklungsprojekt. Wir haben junge Spieler, sind eine sehr junge Mannschaft. Wir haben zwar Import-Spieler, aber auch die sind sehr jung. Das bedeutet, die Spieler sind in einer Phase der Entwicklung in ihrer Karriere. Und wir wollen, dass jeder einzelne Spieler einen Schritt weiter kommt. 

Die Steel Wings sind ein eigenständiger Verein. Wie läuft die Kooperation mit den Black Wings? Gibt's da schon eine?

Es war anfangs nicht so einfach. Und es ist in meinem Sinne, so vielen Spielern wie möglich Spielzeit zu geben. Matchpraxis ist das Um und Auf. Training ist immer etwas andere als das Spiel, es gibt immer ein unerwartetes Element. Ich würde es sehr begrüßen, wenn Spieler, die bei den Black Wings zu wenig Eiszeit bekommen, bei uns spielen würden. Die Alps Hockey League kann man auf keinen Fall schlechtreden. Es ist kürzlich zu einer Vereinbarung gekommen, Fabio Rohm war auch am vergangenen Wochenende bei den Black Wings dabei. Wir versuchen die ICE-Mannschaft zu unterstützen, aber natürlich sollte diese Unterstützung auf beiden Seiten gegeben sein. 

Böse Zungen behaupten, dass die Mannschaft zwar jung ist, aber nur wenige einheimische Spieler beinhaltet. 

Da kann ich nicht widersprechen. Man muss aber feststellen, dass wir jetzt die Konsequenzen für die mangelhafte Nachwuchsarbeit der letzten 15 Jahre tragen. Und das ist unter der Führung meines Bruders jetzt gerade erst wieder im Entstehen. Er versucht, dem Linzer Eishockey wieder einen Boden zu geben.

Warum braucht es Import-Spieler?

In meiner perfekten Welt hätten wir keinen Import-Spieler verpflichten müssen. Das ist auch ein langfristiges Ziel, dass man die Zahl reduziert. Aber so weit sind wir noch nicht. Wir haben zu wenig Quantität an österreichischen Spielern, die uns zur Verfügung stehen. Das ist nicht, weil wir es nicht versucht hätten. Aber wir haben sehr viele Absagen erhalten.

Am kommenden Donnerstag gibt es ein Auswärtsspiel beim Future-Team in Klagenfurt, am Samstag empfängt ihr die Kitzbüheler Adler. Bei den Heimspielen sind natürlich auch in der Alps Hockey League Zuschauer zugelassen. Wie sehr genießt ihr den Zuschauer-Zuspruch - auch mit dem neuen Fanklub Stahlhart Linz?

Natürlich haben wir auch da eine Zielsetzung. Wir wollen in Zukunft mehr Leute dafür begeistern, zu unseren Spielen zu kommen. Das ist aber abhängig von unseren Ergebnissen und von dem, wie wir uns präsentieren. Keiner will verlieren, auch ich nicht. Aber ich war sehr happy damit, wie wir uns im ersten Heimspiel gegen Jesenice präsentiert haben. Die Fans werden spüren, welche Energie wir auf das Eis bringen. Diese Werte wollen wir repräsentieren. 

Am Donnerstag ab 19 Uhr gastieren die Steel Wings beim KAC Future Team in Klagenfurt. Das Heimspiel gegen Kitzbühel steigt am Samstag um 20 Uhr in der Linz-AG-Eisarena. 

 

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