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Schwimmen: Bucher über 100 m Delfin EM-Fünfter

Von nachrichten.at/apa   14. August 2022 20:39 Uhr

Simon Bucher

ROM. Der Tiroler Simon Bucher hat am Sonntag in Rom im Langbahn-EM-Finale der Schwimmer über 100 m Delfin Rang fünf belegt.

In 51,44 Sek. verfehlte er seinen OSV-Rekord um 0,26 Sek., eine Medaille um 0,22 Sek. sowie Österreichs überhaupt erste Delfin-EM-Medaille. Im Juni war der 22-Jährige auf dieser Strecke WM-Sechster geworden. Rund 15 Minuten danach zog Felix Auböck im Foro Italico über 200 m Kraul in 1:46,60 Min. als Semifinalsechster in den Endlauf am Montag (18.06 Uhr) ein.

Bucher hatte sein Heil in der Offensive gesucht und etwas früher als bei seinem Budapester Rekordlauf bzw. als Lauf-Dritter nur 0,06 Sek. hinter dem späteren ungarischen Sieger Kristof Milak (50,33) gewendet. Dieses Tempo hielt der ASV-Linz-Athlet aber nicht durch. "Irgendwann kommt der Hammer und dann tut es brutal weh", meinte Bucher. "An dem werden wir arbeiten." Schon über 50 m Delfin war er EM-Fünfter geworden, da nur 0,05 Sek. hinter Bronze. Ganz zufrieden stellte ihn dieses Abschneiden aber nicht: "Zwei Medaillen wären noch schöner gewesen."

Auböck im Kraul-Finale

Auböck hatte das Semifinale um einiges schneller angehen müssen, um den Aufstieg sicherzustellen. Von Beginn weg ging er auch mit dem deutschen 800-m-Vize-Europameister Lukas Märtens und Milak mit. Während Letzterer seinem kurz davor bestrittenen Goldlauf Tribut zollen musste und ausschied, holte sich Auböck als Lauf-Zweiter sein Fix-Ticket. 1,37 Sek. hatte er sich im Vergleich zum Vorlauf gesteigert. Schnellster war der neue 100-m-Weltrekordler David Popovici, der 17-jährige Rumäne kam auf 1:44,91.

"Es war kontrolliert, das Soll erfüllt", resümierte Auböck nach Bewältigung von Etappe zwei auf dem Weg zur EM-Medaille. Der finale Schritt verspricht freilich, ein sehr schwieriger zu werden. "Es wird ein sehr, sehr schneller Lauf werden. Meine Zeit ist aber in Ordnung dafür, wie es sich angefühlt hat." Auf seinen OSV-Rekord aus dem WM-Finale (1:45,11) hat der Niederösterreicher noch fast 1,5 Sek. Spielraum. Um in der Medaillenvergabe mitzureden, wird wohl eine weitere kräftige Steigerung unumgänglich sein.

In den übrigen vier Finalläufen des Tages ragte primär Marrit Steenbergen hervor. Die Niederländerin gewann über 200 m Kraul in 1:56,36 Min., womit die 22-Jährige am vierten Wettkampftag ihr schon viertes Gold holte. Auch über 100 m Kraul sowie mit den Staffeln über 4 x 200 m Kraul und 4 x 100 m Lagen hatte sie gewonnen. Die Französin Analia Pigree siegte über 50 m Rücken in 27,27 Sek., der Brite James Wilby über 200 m Brust in 2:08,96 Min. und die heimischen Fans jubelten über den Triumph der italienischen Männer-Staffel über 4 x 100 m Kraul in 3:10,50 Min.

Am Vormittag hatte die Salzburger EM-Debütantin Anastasia Tichy über 100 m Delfin ihre persönliche Bestzeit in 1:01,74 Min. vom April um 0,13 Sek. unterboten. Damit belegte die 18-Jährige von der SU Salzburg Rang 28. Lena Kreundl kam über 200 m Brust auf 2:36,26 Min. (30.) Ihr Fokus gilt freilich den 200 m Lagen am Montag.

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