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Der Fall Peng Shuai: China spricht von "bösartigen Unterstellungen"

24. November 2021 00:04 Uhr

Der Fall Peng Shuai: China spricht von "bösartigen Unterstellungen"
"Wo ist Peng Shuai?" Mit diesem Hashtag baute sich in den sozialen Medien Druck auf.

PEKING. IOC-Präsident rutscht tief in die Kritik, auch wegen Treffen mit Beschuldigtem.

"Einige Leute sollten ihre bösartigen Unterstellungen beenden und diese Sache nicht politisieren." Mit diesen Worten versuchte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums die Wogen in der sich aufschaukelnden Affäre rund um die wochenlang verschollene Tennisspielerin Peng Shuai zu glätten. Davor hatte die 35-Jährige mit Ex-Vizepremier Zhang Gaoli einem der mächtigsten Menschen im Reich der Mitte via soziale Medien sexuelle Nötigung vorgeworfen. Auf internationalen Druck – die WTA drohte mit dem Abzug ihrer Tennisturniere aus China – veröffentlichten chinesische Staatsmedien mehrere Videos, die zeigten, dass die ehemalige Nummer eins der Doppelweltrangliste zumindest am Leben ist. Dies untermauerte auch ein Videotelefonat zwischen IOC-Präsident Thomas Bach und Peng Shuai vergangenen Sonntag (die OÖN berichteten). Mehr als ein Lebenszeichen war es allerdings nicht, weshalb das Internationale Olympische Comité nun von mehreren Seiten bezichtigt wird, sich zum Kollaborateur der chinesischen Staatspropaganda zu machen. Mit seiner Haltung in der Sache habe das IOC erneut bewiesen, dass es "Athleten im Stich lässt, an der Seite von gewaltsamen autoritären Regimen steht und Menschenrechte ignoriert", hieß es etwa von Seiten der Sportlervereinigung Global Athlete.

Während sich das IOC wehrte, indem es das Wohlergehen Pengs (und nicht ihre jetzigen Lebensbedingungen oder die Klärung der Vorwürfe) zum Hauptzweck des Anrufs erklärte, bekamen Kritiker gestern neue Munition: Laut Branchenportal "Inside the Games" hatten einander Bach und Zhang, der in die Organisation der im Februar beginnenden Winterspiele in Peking involviert ist, zuvor bereits getroffen. Das IOC hatte diesen Umstand bisher unerwähnt gelassen. Ob die Peng-Causa Gesprächsthema war, ist nicht bekannt.

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