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0:4-Debakel: Höher hat Österreich daheim zuletzt 1962 verloren

Von Harald Bartl  31. März 2021 22:35 Uhr

0:4-Debakel: Höher hat Österreich daheim zuletzt 1962 verloren
Der Anfang vom Ende: Andreas Skov Olsen verwertete den Stanglpass von Thomas Delaney zum 1:0 für Dänemark.

WIEN. WM-Qualifikation: Binnen 14 Minuten nahm Dänemark die ÖFB-Elf auseinander

Bevor in Wien heute der nächste Lockdown beginnt, waren bei Österreichs Fußball-Nationalteam beim gestrigen 0:4 (0:0) gegen Dänemark die Schleusen geöffnet. Höher hat die ÖFB-Auswahl zuletzt vor 20 Jahren beim 0:5 in der Türkei im Jahr 2001 verloren. Daheim hat man gar vor 59 (!) Jahren 1962 beim 0:6 gegen die Tschechoslowakei ein höheres Debakel kassiert. In einem Pflichtspiel hat man überhaupt noch nie so hoch zu Hause verloren.

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Die WM-Teilnahme in Katar kann die Foda-Elf damit bestenfalls noch über das Play-Off erreichen – entweder mit Platz zwei in der WM-Qualifikation oder dank des Sieges in der Nations League, der ebenfalls höchstwahrscheinlich einen Play-Off-Platz bedeutet.

Gestern brach die ÖFB-Auswahl in einem Spiel mit zwei Gesichtern nach dem 0:1 völlig auseinander. Es fehlte die Abstimmung im Defensivverhalten, die Offensive war gar nicht vorhanden. Die Dänen stellten natürlich auch eindrucksvoll unter Beweis, warum sie derzeit auf dem zwölften Platz in der Weltrangliste liegen. Allerdings ließ sich die Foda-Elf in der zweiten Halbzeit dann auch vorführen.

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Bild 1/56 Bildergalerie: 0:4 - Ein Fußball-Debakel in Bildern

Beim 0:1 rechnete Gernot Trauner damit, dass Stefan Lainer auf dem Flügel attackieren würde. Dadurch war er beim Pass in die Tiefe auf Thomas Delaney aus dem Spiel. Den Stanglpass verwertete der eingewechselte Andreas Skov Olsen zum 0:1 (58.). Es war ein Wirkungstreffer.

Fünf Minuten später half Trauner rechts für den ausgespielten Lainer aus, Xaver Schlager stopfte das Loch in der Mitte nicht und Joakim Maehle ließ sich die Chance alleine vor Torhüter Alexander Schlager nicht entgehen (63.). Und als Schlager vier Minuten später bei seinem Ausflug gegen Martin Braithwaite zu spät kam und Pierre-Emile Höjbjerg auf 0:3 stellte, war es um das ÖFB-Team geschehen (67.). Skov Olsens 0:4 war dann nur noch Draufgabe (74.). Offensiv war von der ÖFB-Auswahl 90 Minuten nichts zu sehen.

ÖFB-Teamchef Franco Foda: „Wir werden einiges korrigieren, das werden wir tun. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit selbst in Schwierigkeiten gebracht, konnten uns aus den Pressingsituationen nicht lösen, und haben speziell bei den ersten beiden Toren schlecht verteidigt.“

„Wir sind vorgeführt worden“

Stefan Ilsanker fand nach dem Spiel klare Worte: „Zum Schluss sind wir vorgeführt worden. Ich hatte schon auch nach dem 0:1 noch das Gefühl, dass wir das Spiel noch drehen können. Nach dem 0:2 mussten wir riskieren, das haben die Dänen dann ausgenützt.“

David Alaba gratulierte dem Gegner: „Dänemark hat es so gemacht, wie wir es machen wollten. Sie haben den Ball laufen gelassen. Wir wollten mutig Fußball spielen, aber es ist das komplette Gegenteil passiert.“

LASK-Torhüter Alexander Schlager: „Wir haben durch drei dumme Konter drei Gegentore bekommen. Das tut richtig weh. Ich hab beim 0:3 beim Herauslaufen kurz davor gemerkt, das es eng wird. Ich musste das Risiko nehmen. Es ist leider passiert.“

Artikel von

Harald Bartl

stellvertretender Ressortleiter Sport

Harald Bartl
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