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Landespolitik

Vorbereitungen für die zweite Welle in Oberösterreich

Von Barbara Eidenberger  16. September 2020 00:04 Uhr

LINZ. 100 zusätzliche Personaleinheiten, Heereseinsatz verlängert – 14 Corona-Fälle an Schulen.

Die Einschätzung von Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) teilt seine Parteikollegin und Oberösterreichs Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander: "Ja, wir sind am Beginn der zweiten Welle." Dies sei erwartbar gewesen, und darauf habe man sich vorbereitet. Im Landesdienst wurden 100 Personaleinheiten aufgestockt, zusätzlich wurde ein Pool aus Mitarbeitern gebildet, die bei Bedarf zur Verfügung stehen.

Um Engpässe bei der Schutzausrüstung zu vermeiden, hat man Vorrat für zwei Monate gebildet. Für das Kontaktpersonenmanagement sind 230 Personen abgestellt, dazu gehören auch die 30 Soldaten im Assistenzeinsatz, der gestern bis März 2021 verlängert wurde. "Wir sind gut vorbereitet und arbeiten ständig an der Weiterentwicklung der Abläufe", betont Alois Hochedlinger, Leiter des Krisenstabs.

Die Testkapazitäten seien gesichert, da nun die Ages (Agentur für Gesundheit) die Screening-Tests übernommen habe und das Land nur noch für die behördlichen Testungen verantwortlich sei, sagt Haberlander: "Zudem laufen Gespräche mit Anbietern über weitere Zukäufe." An den Schulen startet zudem eine Studie des Bildungsministeriums zu Gurgeltests. Rund 40 oberösterreichische Schulen nehmen daran teil, derzeit werden die notwendigen Einverständniserklärungen eingeholt.

Zwölf Schüler und zwei Lehrer an oberösterreichischen Schulen wurden gestern positiv getestet. Schließungen seien aber kein Thema, betont Haberlander. Allerdings bereitet man sich auf verschiedene Szenarien vor: "Was ist zum Beispiel, wenn ein ganzer Lehrkörper wegen eines Verdachtsfalls und der notwendigen Absonderung ausfällt? Für all das werden derzeit Varianten entwickelt."

Spitalskapazitäten ausreichend

Ausreichend vorbereitet sei man auch in den oberösterreichischen Krankenhäusern, sagt Franz Harnoncourt, Chef der Gesundheitsholding. Auf zwei Kennzahlen blickt die Taskforce der Spitalsträger im Bundesland genau: Die Auslastung der Intensivbetten und jene der Normalbetten. Erstere sind zu 74 Prozent belegt, insgesamt liegt die Auslastung der Spitäler derzeit bei 85 Prozent. Zwar steigen die Zahlen, doch es gibt ausreichend Kapazitäten. "Wir sind weit von einer besorgniserregenden Entwicklung entfernt", sagt Harnoncourt. Auch durch die Lenkung der Patienten- und Besucherströme sei man in den Spitälern gut gerüstet.

Zudem habe man sich intensiv damit befasst, was man aus den bisherigen Erfahrungen lernen kann: "Wir können auf jeden Fall länger die Routineprozesse aufrechterhalten." Die entscheidendste Lernerfahrung aus seiner Sicht ist, dass Corona ein "Virus der Nähe" ist, sagt Harnoncourt: "Masken, Abstand halten und keine größere Ansammlungen in geschlossenen Räumen sind entscheidend."

Auch Haberlander begrüßt die bundesweit verschärften Maßnahmen: "Ich nehme die Situation sehr ernst." Zur Ampel äußert sie sich zurückhaltend: "Wir brauchen einfache, klare Regeln, an die sich jeder hält. Nur so schaffen wir das."

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Barbara Eidenberger

Redakteurin Innenpolitik

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