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Außenpolitik

SPD und Grüne im Kampf ums Berliner Rathaus

Von nachrichten.at/apa   26. September 2021 22:11 Uhr

Die Berliner Grünen am Wahlsonntag

BERLIN. In Berlin könnte demnächst eine Frau Regierende Bürgermeisterin werden. Bei der Abgeordnetenhauswahl in der deutschen Hauptstadt lieferten sich SPD und Grüne mit ihren Spitzenkandidatinnen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Neue Hochrechnungen sowohl von ARD und ZDF sehen die SPD bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl vorn.

Bei der ARD lagen die Sozialdemokraten am Sonntagabend in einer Hochrechnung von 21.20 Uhr mit 22,7 Prozent vor den Grünen, die auf 21,4 Prozent kamen. Das ZDF sah die SPD bereits gegen 21.00 Uhr mit 22,4 Prozent ebenfalls vor den Grünen mit 21,7 Prozent.

Die CDU wurde drittstärkste Kraft - in der ARD-Hochrechnung lag die Partei bei 16,8 Prozent, beim ZDF bei 16,4 Prozent. Die Linken erreichten 13,3 bis 14 Prozent, die FDP sieben bis 7,7 Prozent und die AfD bei sieben bis siebeneinhalb Prozent. Zuvor hatten Hochrechnungen mal die SPD und mal die Grünen vorn gesehen.

Ob Giffey oder Jarasch die nächste Regierende Bürgermeisterin werden, war zunächst offen. Der bisherige Regierende Bürgermeister Michael Müller (ebenfalls SPD) war bei dieser Wahl nicht mehr angetreten und hatte stattdessen für den Bundestag kandidiert.

Er hatte die gut 3,7 Millionen Einwohner zählende deutsche Hauptstadt an der Spitze einer rot-rot-grünen Koalition aus SPD, Linken und Grünen regiert. Giffey hatte vor der Wahl offen gelassen, ob sie diese Koalition fortführen wolle, Jarasch sprach sich für die Fortsetzung aus.

Die 43-jährige Giffey hatte sich in der Hauptstadt schon als Bürgermeisterin des Problembezirks Neukölln einen Namen gemacht. Von 2018 bis zum Mai dieses Jahres war Giffey Bundesfamilienministerin. Wegen einer Plagiatsaffäre um ihre Doktorarbeit trat sie zurück, der Doktortitel wurde ihr von der Freien Universität Berlin im Juni aberkannt.

Die aus Augsburg stammende 52-jährige Jarasch war eine Kompromisskandidatin innerhalb der Ökopartei. Sie war von 2011 bis 2016 Landesvorsitzende.

Die erste Bürgermeisterin seit 1948?

Berlin wurde erst einmal kurzzeitig von einer Frau regiert. Von 1947 bis 1948 stand die Sozialdemokratin Louise Schroeder (1887-1957) als amtierende Oberbürgermeisterin an der Spitze der Verwaltung.

Nach dem sich abzeichnenden deutlichen Wahlsieg der SPD in Mecklenburg-Vorpommern sprach Ministerpräsidentin und Spitzenkandidatin Manuela Schwesig unterdessen von einem "wunderbaren Abend" gesprochen. "Das ist ein wunderbarer Abend für unser Land, für unsere SPD in Mecklenburg-Vorpommern", sagte Schwesig am Sonntagabend in Schwerin.

Sie bedankte sich "bei den Menschen in unserem Land". Sie habe die Unterstützung der Bürger "oft gespürt", in der Corona-Pandemie und als sie selbst an Krebs erkrankt war. "Ich freue mich, dass es bei der Wahl ein ganz klares Bürgervotum gibt für die SPD in Mecklenburg-Vorpommern", freute sich Schwesig.

Die SPD kam Prognosen von ARD und ZDF zufolge am Sonntag auf 37 Prozent bis 39 Prozent und baute ihre Position als stärkste Kraft im Landtag deutlich aus. Die AfD wurde mit 17 bis 18,5 Prozent erneut zweitstärkste Partei, musste allerdings Verluste hinnehmen.

Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Michael Sack rutschte laut Prognosen auf 14 Prozent ab und fuhr damit ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl seit 1990 ein. Die Linke erreichte zehn Prozent.

Die Grünen lagen in den Erhebungen bei sechseinhalb bis sieben Prozent, die FDP bei sechs bis sechseinhalb. Beide Parteien würde damit der Wiedereinzug in den Schweriner Landtag gelingen. Die Wahlbeteiligung lag laut ZDF-Prognose bei 73 Prozent.

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