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Society & Mode

Klimaschutz und Religion: Mode mischt sich ein

07. Oktober 2019 00:04 Uhr

Klimaschutz und Religion: Mode mischt sich ein
Beinprothesen wie bei Daisy-Mae Demetre sind kein Hindernis.

Auf den Laufstegen von Paris bis New York zeigte sich in den vergangenen Wochen, was die Gesellschaft bewegt.

Klimaschutz beschäftigt nicht nur die Politik. Auch in der Mode spiegeln sich die Themen der Gesellschaft wider. So rief die britische Modedesignerin Stella McCartney vor einer Woche die Modewelt auf, ihren Beitrag zur Rettung der Erde zu leisten. Auch für Modemarken sei es an der Zeit, "aufzuwachen" und den Klimanotstand ernst zu nehmen, sagte die 48-jährige Pionierin für nachhaltige und ethische Luxusmode nach ihrer Show bei der Pariser Fashion Week.

Klimaschutz und Religion: Mode mischt sich ein
Verhüllendes von John Galliano

Schon bei der Modewoche in Mailand war der Umweltschutz ein wichtiges Thema. Die italienische Modemarke Prada präsentierte eine "Kollektion aus grundlegenden Kleidungsstücken, die für lange Zeit ein Muss bleiben, die den enormen Rhythmus der Mode aufhalten", sagte Prada-Chefin Miuccia Prada. Sie wolle damit ein Zeichen gegen eine schnelllebige Wegwerfgesellschaft setzen.

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Mundschutz für Überlebende einer Klimakatastrophe zeigte Marine Serre.

Zöpfe wie Greta

Auf etwas andere Art beeinflusste die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg die Modewelt. Das Modehaus Dior schickte die Models mit langen Bauernzöpfen à la Greta über den Laufsteg in Paris. Hier hatte vergangene Woche auch die beinamputierte Neunjährige Daisy-Mae Demetre ihren großen Auftritt. Sie habe sich "schön und besonders" gefühlt, sagte die junge Britin. Dem Mädchen wurden im Alter von 18 Monaten wegen einer Krankheit beide Beine amputiert.

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Bei Dior trugen die Models Zöpfe, die an Greta Thunberg erinnern.

Dass ein perfekter Körper nicht mehr das Maß aller Dinge ist, zeigt sich immer häufiger. Von Plus-Size-Models über Frauen in Rollstühlen bis hin zu Models mit Trisomie 21 – sie alle sind auf den Laufstegen zu sehen.

Mode für Musliminnen

Als besondere Kundinnen hat die Modebranche auch Frauen entdeckt, die Kopftuch tragen. "Modest Fashion" heißt das Schlagwort, unter dem sich "zurückhaltende" Mode in den vergangenen fünf Jahren im Mainstream etabliert hat – also etwa Kleidungsstücke mit längeren Säumen und Ärmeln, höheren Halsausschnitten und blickdichten Stoffen. Models erscheinen mit Kopftuch auf dem Catwalk, Modemagazine zeigen Musliminnen auf Titelseiten.

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Verhüllendes zeigte bei der Fashion Show in Paris zum Beispiel Marine Serre.

Islamische Mode gibt es bereits bei Chanel, Versace und Burberry. Nike hat Sport-Kopftücher im Programm, Hidschabs aus Jeansstoff bietet das Modeunternehmen American Eagle.

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