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Oberösterreich

Schönheitskönigin wurde legal entthront

28. November 2020 00:04 Uhr

Schönheitskönigin wurde legal entthront
Nur rund fünf Wochen war sie die „Miss Austria“: Daniela Z.

LINZ. Gerichtsurteil: Linzerin wurde Titel "Miss Austria" wegen Lizenzverstößen zu Recht aberkannt.

Wunderschön ist sie ja weiterhin, auch ohne Krönchen. Und auch um viele Erfahrungen reicher. Doch den begehrten Schadenersatz in Höhe von mehr als 50.000 Euro hat die Linzerin Daniela Z., die abgesetzte "Miss Austria 2018", nicht zugesprochen bekommen.

Denn das Oberlandesgericht Linz hat dem Missen-Macher Jörg Rigger und seiner "Mission Austria GmbH" – vertreten durch die Rechtsanwaltskanzlei Sattlegger, Dorninger, Steininger und Partner – Recht gegeben. Laut Urteil ist Z. der Missen-Titel korrekt aberkannt worden. Denn laut den Verträgen hält der Missen-Macher alle "Exklusivvermarktungsrechte" an seinen engagierten Schönheiten. Doch Frau Z. glänzte nicht nur bei den von Riggers Firma aufgetragenen Events, sondern stand als "Miss Austria" auch noch im Rampenlicht anderer Unternehmen, ohne Genehmigung der "Miss Austria Corporation".

"Gibt einfache Regeln"

"Es gibt im Wirtschaftsleben einfache Regeln, an die man sich halten muss", sagt Rigger und bringt ein Beispiel: "Wenn ein Red-Bull-Sportler öffentlich für Coca Cola Werbung macht, ist es für jeden verständlich, dass er seinen Job los ist." Umgemünzt auf den konkreten Fall bedeutet dieser Vergleich: Rigger ist Red Bull, Coca Cola ist seine Ex-Frau Nicole Kern. Die geschiedenen Eheleute verbindet noch ein Lizenzvertrag, in dem Rigger Kerns Firma "Miss Oberösterreich Corporation" zwar das Recht einräumt, die Wahl der "Miss Oberösterreich" zu veranstalten. Doch sobald eine Landes-Miss zur Bundes-Miss aufgestiegen ist, sind die vollen Markenrechte bei Rigger und die "Miss Austria" darf offiziell nicht mehr als "Miss Oberösterreich" öffentlich auftreten. Und sie muss bei den Anlässen auch die korrekte "Miss-Austria-Gewinnschärpe" und nicht die "Miss-Oberösterreich-Schärpe" tragen.

Hat Z. aber nicht gemacht, mehrere Male, obwohl ein Anwalt im Auftrag des Missen-Machers den Kandidatinnen mehr als eine Stunde lang versucht hatte, ihnen in seinem Vortrag die vertraglich geregelten Marken- und Exklusivrechte einzubläuen.

So musste die geschasste Miss auch das Auto, das sie aufgrund ihrer Kür gewonnen hatte, einen Peugot Sport 308, sowie einen Brillantanhänger wieder zurückgeben.

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