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Mühlviertel

Schlechte Zeiten für die Mühlviertler Waldregionen

11. Februar 2020 00:04 Uhr

Schlechte Zeiten für die Mühlviertler Waldregionen
Die Aufforstung nach Sturmschäden erfolgt auf der Basis forsttechnischer Gutachten durch die Bezirksbehörde.

BEZIRK ROHRBACH. Leistungsbilanz: 40.000 Kundenkontakte arbeitete die BH Rohrbach im Jahr 2019 ab.

Die anhaltenden Probleme, welche die heimische Landwirtschaft mit Trockenheit, Borkenkäfer und seit gestern auch mit Sturmschäden im Forst beschäftigen, halten auch die Beamten der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach in Atem. Ein genauer Blick auf die Leistungsbilanz der Behörde für das Jahr 2019 verrät, dass vor allem der Forstdienst im abgelaufenen Jahr viel Arbeit hatte. Zumindest gab es in dieser Abteilung die stärksten Zuwächse: 1373 forsttechnische Gutachten und Stellungnahmen haben die Mitarbeiter der BH Rohrbach im Forstdienst im Vorjahr erstellt. 2018 waren es gerade einmal 511 gewesen.

Im selben Zeitraum sind auch die bewilligten Rodungsflächen extrem angestiegen: von etwas mehr als 50.000 m2 auf knapp 99.000 m2 oder von 28 Rodungen auf 47. Die Gründe für diesen Anstieg sind klar: Borkenkäfer, Schneedruck und Windriss haben den heimischen Wäldern stark zugesetzt. Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner: "Gerade beim Borkenkäfer haben wir im Vorjahr auch viele Aufforderungen für Schutzmaßnahmen mündlich oder schriftlich zugestellt." Insgesamt waren es 635 Aufforderungen durch die Bezirkshauptmannschaft. "Das wird sich heuer sicher fortsetzen, denn beim Borkenkäfer muss rasch gehandelt werden", betont Mitterlehner.

Zeitdruck bei Schadholz

Damit kommt die Behörde nicht zuletzt einer Forderung aus der Landwirtschaft nach. Denn vor allem Waldbesitzer mit kleineren Flächen sind in der Aufarbeitung von Schadholz häufig säumig, da es ihnen oft an den notwendigen schweren Geräten fehlt und daher praktisch alles in Handarbeit erledigt werden muss.

Im Vorjahr gab es übrigens rund 40.000 Kundenkontakte in der Bezirkshauptmannschaft, knapp 158.000 Kilometer wurden im Außendienst gefahren. Gut bewährt hat sich das CBE-Servicecenter (Cross Boarder Enforcement), in dem von Rohrbach aus 318.000 Strafverfahren für Verkehrsdelikte von Fahrzeughaltern aus anderen EU-Ländern erledigt wurden. Hier ist die Tendenz klar steigend.

Ein intensives Reisepass-Jahr

Ein Rekordjahr steht heuer im Bürgerservice bevor, denn es laufen besonders viele Reisepässe ab. "Alleine im Jänner hatten wir ein Fünftel jener Anträge, die wir sonst in einem ganzen Jahr haben", zeigt Valentin Pühringer, Leiter der Sicherheitsabteilung, auf. Er rechnet mit rund 12.000 Reisepass-Anträgen in diesem Jahr – fast doppelt so viele wie normal – und rät deshalb, den Pass für den Sommerurlaub rechtzeitig zu beantragen. "Zu Hochzeiten, also ab Mai, Juni, kann die Staatsdruckerei nicht mehr garantieren, dass der Pass innerhalb von fünf Werktagen zugestellt werden kann."

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