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Mühlviertel

Pregartens FP-Obmann soll Burschen mit der Faust geschlagen haben

Von Thomas Fellhofer   21. Januar 2019 14:19 Uhr

Faustschlag gegen 15-Jährigen

PREGARTEN. Am Bahnhof Pregarten wurde ein 15-jähriger Mopedfahrer von einem PKW-Lenker attackiert. Er soll ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Beim Täter soll es sich um Pregartens FP-Stadtparteiobmann Michael Prückl gehandelt haben. 

„Ich möchte dazu heute noch keine Stellungnahme abgeben ehe ich nicht mit meinem Anwalt gesprochen habe“, sagte Pregartens FPÖ-Stadtparteiobmann Michael Prückl auf OÖN-Anfrage. Ihm wird vorgeworfen, einen 15-Jährigen mit einem Faustschlag verletzt zu haben, die OÖN hatten berichtet. Der Bursch soll dabei ein blaues Auge davongetragen haben. Zumindest wurde er im LKH Freistadt behandelt.  FPÖ-Bezirksparteichef Peter Handlos aus Tragwein bezieht klar Stellung: „Ich will zuerst mit allen Betroffenen reden. Stellt sich aber heraus, dass die Anschuldigungen begründet sind, gibt es Konsequenzen. Ein Stadtparteiobmann und Funktionsträger ist eine Person der Öffentlichkeit und hat sich ordentlich zu benehmen“, teilte er im OÖN-Gespräch mit. 

Kein Unbekannter

Der Beschuldigte selbst war schon in der Vergangenheit  negativ aufgefallen. Vor der Gemeinderatswahl im September 2015 hatte ihm die Online-Plattform „Heimat ohne Hass“ vorgeworfen, die Inhalte eines Holocaust-Leugners verbreitet zu haben. Damals hatte sich Prückl darauf berufen, sein Facebook-Account sei gehackt worden.

Außerdem berichteten die OÖN über einen weiteren Fall in dem Prückl behauptete sein Facebook-Konto sei gehackt worden:  Die Angelegenheit liegt mittlerweile fast acht Jahre zurück:  Laut einem Facebook-Chat vom 9. Juli 2011, einem Samstagnachmittag, wollte Prückl, von einer damals 16-Jährigen wissen, was sie denn für 30 Euro so alles tun würde. Das Mädchen gab sich zunächst irritiert, fragte nach, was er denn damit meine. Dieser rückte kurz darauf mit einem eindeutig sexuell motivierten Ansinnen heraus (Faksimile liegt den OÖN vor). Die junge Frau antwortete mit einem „Sicha ned!“ und brach den Chat ab.

Konfrontiert mit der Anschuldigung stritt Prückl damals ab, dass der Chat von ihm stamme und gab an, sein Facebook-Account sei gehackt worden: „Dieser Chat hat nie stattgefunden. Ich kann mir nicht erklären, wo das herkommen soll. Mehr kann ich dazu auch gar nicht sagen“, sagte Michael Prückl auf Anfrage der OÖNachrichten. FP-Bezirksobmann Peter Handlos äußert damals Zweifel an den Vorwürfen: „Es gibt plausible Hinweise, dass Prückl hier von einer Lockvogel-Anfrage hereingelegt wurde.“ 

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