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Mühlviertel

Corona macht Pfarrleben kompliziert, Kontakt mit Gläubigen leidet darunter

17. Januar 2022 02:16 Uhr

Corona macht Pfarrleben kompliziert, Kontakt mit Gläubigen leidet darunter
In den Pfarren freut man sich über jeden Einzelnen, der der Kirche die Treue hält.

MÜHLVIERTEL. 214.954 Katholiken gibt es aktuell im Mühlviertel. 2354 Mühlviertlerinnen und Mühlviertler kehrten im Vorjahr der katholischen Kirche den Rücken. 177 traten wieder ein oder kamen neu dazu.

In absoluten Zahlen am höchsten war der Abgang im bevölkerungsreichen Urfahr-Umgebung mit 828 gefolgt von Freistadt mit 597, Perg mit 554 und Rohrbach mit 375 Austritten. In allen Bezirken des Mühlviertels stiegen die Austrittszahlen im Vergleich zu 2020 an.

Bindungen sind lockerer

Während es für Generationen von Mühlviertlern undenkbar war und teilweise ist, der Kirche den Rücken zu kehren, ist für viele die Bindung zu kirchlichen Institutionen lockerer geworden.

Schuld daran ist zwar auch die Pandemie, aber nicht nur: Es sei immer herausfordernd, Anknüpfungspunkte vor allem für junge Leute zu schaffen, sagt dazu Abt Lukas Dikany vom Stift Schlägl. Wo etwa die Ministrantenarbeit gut funktioniere, kämen junge Leute und Familien in die Kirche. Oder auch das Sternsingen sei für Kinder und Jugendliche ein großartiges Erlebnis. Ziel müsse es immer sein, nahe am Menschen zu sein. Corona sei natürlich eine zusätzliche Herausforderung für jede Pfarrgemeinde. Und das nicht nur wegen der sich ständig ändernden Vorschriften. Viele Kirchenbesucher, die vorher regelmäßig gekommen sind, sind durch die Pandemie verloren gegangen. Das macht dem Abt und seinen Mitbrüdern Sorgen.

In der aktuellen Situation könne man die Gläubigen nur bedingt ansprechen. Dazu komme, dass vielleicht durch Corona die finanzielle Situation einiger schlechter geworden ist und man beim Kirchenbeitrag spart.

Mühsames Pfarrleben

Aber nicht nur der Messbetrieb ist eingeschränkt, auch das Pfarrleben leidet unter immer wechselnden Einschränkungen. Der Prälat denkt dabei etwa an die Vorbereitung für Erstkommunion und Firmung oder auch an die Pfarrgemeinderatswahlen, die im März anstehen. Bis dahin gilt es, Gläubige für die Mitarbeit in den Pfarren zu motivieren.

Bei all dem dürfe man aber nicht darauf vergessen, das Positive zu sehen und sich über jeden und jede zu freuen, die sich in der Kirche engagieren und trotz Maskenpflicht jeden Sonntag zur Messe kommen und am Pfarrleben teilnehmen.

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