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Rohrbach als negativer Spitzenreiter: "Wir wollen keine Selbstmorde mehr"

ROHRBACH. Projekte wie "Voi Lebm" wollen die Menschen in der Region stark machen.

Rohrbach als negativer Spitzenreiter: "Wir wollen keine Selbstmorde mehr"

Das Projekt "Voi Lebm" will aufzeigen, was die Menschen in der Region belastet und was es gibt, das "einen stark machen könnte". Bild: (OÖN)

Rohrbach hat mit einer hohen Quote an Selbstmorden zu kämpfen. Offizielle Zahlen gibt es nicht. Dennoch ist belegt, dass es mehr Selbstmorde als Verkehrstote im Bezirk gibt. Mehr als die Hälfte der Selbstmörder seien Jugendliche. Gesprochen wird nicht viel darüber. Berichtet aus Pietätsgründen gar nicht.

Das Projekt "Voi Lebm" will sich dieses Themas annehmen, beziehungsweise anstoßen, dass ein verstärktes Bewusstsein in der Region geschaffen wird. "Wir wollen helfen, die vielen Angebote zu den Menschen zu bringen. Es gibt so viele Einrichtungen und Unterstützungsmöglichkeiten, aber sie sind oftmals nicht einfach zu finden. Es gibt so viele Broschüren, die an so vielen verschiedenen Stellen aufliegen. Da ist es für die Menschen schwierig, das Richtige zu finden", sagt Projektkoordinatorin Irene Rosenberger-Schiller. Angesprochen werden sollen Gemeinden, Vereine, Schulen oder Pfarren. Überall, wo mit jungen Menschen gearbeitet wird. "Man hat ja schon an manchen Orten ein mulmiges Gefühl, wenn man vorbeifährt", sagt Rosenberger-Schiller. Selbstmord-Hotspots würden teilweise auch schon über das Internet "regelrecht beworben". Es soll ein Forum geschaffen werden, wo psychosoziale Notdienste greifbar zur Verfügung gestellt werden. Im Juni 2019 findet zum Beispiel über das Frauennetzwerk Rohrbach eine Fachtagung zu diesem Thema statt.

Greifbare Hilfe anbieten

Einerseits gehe es darum, verzweifelten Menschen eine Hilfestellung zu bieten, andererseits aber auch darum, jenen Werkzeuge in die Hand zu geben, die mit solchen Menschen zu tun haben. Dazu gehören Lehrer, Trainer und verschiedenste Vertrauenspersonen. "Was wir nicht wollen, ist noch ein Folder, der in irgend einem Regal liegt, sondern die Vernetzung der bestehenden Angebote. Es soll einfacher werden, sich Hilfe zu holen", sagt die Koordinatorin und zitiert einen Ausspruch aus dem Arbeitskreis: "Wir wollen in Zukunft keine Selbstmorde mehr haben."

Gemeinden ins Boot holen

Großes Ziel von "Voi Lebm" ist im Prinzip, dass die Region als so lebenswert erlebt wird, dass die Menschen gar nicht auf den Gedanken kommen, ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Auch hier soll Bestehendes gebündelt und präsentiert werden. Dazu gibt es eine Tour durch alle Gemeinden des Bezirkes. Denen wird bei dieser Gelegenheit das Projekt "Voi Lebm" vorgestellt. 

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Artikel (fell) 15. März 2018 - 04:37 Uhr
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