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Mühlviertel

Konkurrenz: Steyregger Schlossherr will Veranstaltungen reduzieren

Von Christopher Buzas   07. Dezember 2015 00:04 Uhr

Konkurrenz: Steyregger Schlossherr will Veranstaltungen reduzieren
Das Schloss Steyregg gilt als beliebter Veranstaltungsort im Zentralraum.

STEYREGG. Niklas Salm-Reifferscheidt möchte nur noch ausgewählte Feiern im Schloss erlauben.

Das Schloss Steyregg ist nicht nur als historisches Gemäuer, sondern auch als beliebter Veranstaltungsort für Hochzeiten, Firmenfeste und andere Events bekannt. Damit soll es künftig aber großteils vorbei sein.

Schlossherr Niklas Salm-Reifferscheidt will die Zahl der Veranstaltungen in den Räumlichkeiten über dem Steyregger Stadtkern deutlich reduzieren. "Ich muss aufs Geld schauen. Die kleinen Veranstaltungen rechnen sich für mich finanziell nicht", sagt der Schlossherr im Gespräch mit den OÖNachrichten.

Betrieb fällt unter "Liebhaberei"

Als Beispiel nennt er so manche Hochzeit, bei der die Gäste eifrig das Tanzbein geschwungen hatten. Danach habe er den Parkettboden neu abschleifen lassen müssen, wodurch sich die Veranstaltungseinnahmen reduziert hätten. Ein weiterer Grund für seine Entscheidung ist die große Konkurrenz. "Es gibt viele Mitbewerber, etwa öffentliche Einrichtungen, die im Gegensatz zu mir nicht aufs Geld schauen müssen." Förderungen der öffentlichen Hand habe er in den vergangenen Jahren nur zwei Mal erhalten.

Finanzamtprüfer kamen zu dem Schluss, dass der Betrieb im Schloss nicht in das öffentliche Interesse fällt, und ordneten den Betrieb der "Liebhaberei" zu. Somit darf Salm-Reifferscheidt etwaige Verluste, die er durch die Vermietung von Räumen für Feste einfährt, nicht mit anderen Einkünften ausgleichen. Wenn sich ein Gewinn ergibt, braucht er diesen dafür auch nicht zu versteuern.

Um künftig mehr Überschüsse zu erzielen, will der Schlossherr, der sich in der Vergangenheit immer wieder mit Anrainerbeschwerden wegen Lärmbelästigung konfrontiert sah, nur noch ausgewählte Veranstaltungen im Schloss zulassen. Vorstellen kann er sich unter anderem Vorträge.

Landesschau nicht gefährdet

Nicht gefährdet sein soll die Landesausstellung im Jahr 2024 mit dem Titel "Feuer und Flamme – Kultur des Helfens", die viele Besucher anlocken soll. Zu sehen sein soll die Schau in der Gemeinde St. Florian und im Schloss Steyregg.

Unklar ist hingegen noch, wie es mit dem von der Stadt veranstalteten Weihnachtsmarkt weitergeht. Dieser hatte, wie berichtet, heuer nicht stattgefunden. Von Unzufriedenheit bei Ausstellern und Kunden war die Rede gewesen. Über die Zukunft der Veranstaltung soll sich der Kulturausschuss der Gemeinde Gedanken machen.

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