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Abriss beginnt: Im Franckviertel entstehen 400 neue Wohnungen

LINZ. Bewohner von Wimhölzel-Hinterland freuen sich auf ein "wirklich schönes Stadtviertel".

Der Abriss beginnt: Bald entstehen 400 neue Wohnungen im Franckviertel

Offen und grün: So präsentieren sich die Entwürfe der neuen Wohnanlage im Linzer Franckviertel. Bild: KlebothDollnig

"Ich glaube, dass wir ein wirklich schönes Stadtviertel bekommen werden", sagt Bewohnersprecher Harald Daume, als er die gestern präsentierten Entwürfe der neuen Wohnanlage Wimhölzel-Hinterland begutachtet. Darauf zu sehen: großzügige Freiräume, viele Grünflächen und Durchblick in alle Richtungen. Anstelle der acht parallel ausgerichteten Zeilenbauten aus den Jahren 1930/31 werden acht längliche, Nord-Süd orientierte Baukörper mit jeweils vier Stöcken das Viertel strukturieren und von achtgeschossigen Turmbauten ergänzt. Die Sockelzonen des neu konzipierten öffentlichen Stadtplatzes – mit dem treffenden Namen Hinterlandplatz – sollen für Cafés, Bäckereien und altersgerechtes Wohnen genutzt werden.

"Ich weiß schon ganz genau, wo ich wohnen will", sagt Daume und zeigt auf eines der oberen Stockwerke im Turmbau des letzten Bauabschnittes.

Mehr Wohnfläche

Daume ist einer der rund 430 Bewohner, die ihren Unmut über den Abriss der 1930/31 erbauten Wohnhäuser lautstark Luft machten (OÖNachrichten berichteten). Seitdem ist viel passiert: Das kooperative Verfahren mit Beteiligten aus Politik, der GWG und den Bewohnern der Wohnanlage ist beendet, die Entwürfe fast finalisiert. Die GWG-Geschäftsführer Wolfgang Pfeil und Nikolaus Stadler sind zufrieden: "Mit dem erarbeiteten Projekt ist es möglich, leistbare und kostengünstige Wohnungen anzubieten".

Diese werden mit durchschnittlich 50 Quadratmetern Wohnfläche etwas größer als die bisherigen Wohnungen sein. "Das wird im Moment am meisten nachgefragt. Daran orientieren wir uns", sagt Bürgermeister Klaus Luger (SP). "Das große Mitspracherecht ist ein Erfolg", sagt Grünen-Sozialsprecherin Marie-Edwige Hartig.

Vier Bauetappen bis 2026

Die 400 neuen Wohnungen sollen in vier Bauetappen entstehen. Von den 103 Wohnungen des ersten Bauabschnitts sind bereits 70 Mieter durch die GWG umgesiedelt worden – ohne Vormerkkaution. Auch ein Umzugsservice für Küche und Möblierung wurde seitens der GWG zugesichert.

Harald Daume wird sich noch gedulden müssen – er ist Bewohner der letzten Bauetappe, die 2026 fertiggestellt sein soll. "Ich kann für die meisten von uns sagen: Wir freuen uns auf die neue Wohnanlage", sagt er mit einem zufriedenen Lächeln. (sc)

Projekt Hinterland

  • 8 parallel ausgerichtete Zeilenbauten aus den Jahren 1930/31 der Wohnanlage Wimhölzel-Hinterland werden abgerissen.
  • 2020 soll mit dem Neubau begonnen werden. In vier Bauetappen soll das Bauvorhaben bis 2026 abgeschlossen sein.
  • 400 Wohnungen werden nach neuesten Standards errichtet. So erhalten alle Wohnungen barrierefreie Zugänge.
  • 50 Quadratmeter Wohnfläche wird den Bewohnern durchschnittlich zur Verfügung stehen. Zum Vergleich: Aktuell sind die Wohnungen meist 30 bis 35 Quadratmeter groß.
  • 1,2 Millionen Euro wurden im Sozialplan für Ausgleichszahlungen der höheren Mieten veranschlagt.
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Artikel 05. Dezember 2018 - 00:04 Uhr
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