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Innviertel

Hier piept's wohl: Lautes Gezwitscher und schönes Gefieder in allen Farben

Von Marina Mayrböck   15. November 2018

Das bunte Gefieder begeisterte die großen und die kleinen Besucher.

MATTIGHOFEN. Große Vogelschau in Mattighofen – vom Wellensittich bis zum exotischen Lori.

"Du hast an schen Vogl". Glauben Sie mir, mit diesem Spruch liegen Sie hier goldrichtig. Hier, das ist bei der Vogelschau in Mattighofen, die heuer besonders war: Der Vogelverein feiert 50 Jahr-Jubiläum. Obmann Alexander Schwarzenhofer ist seit 30 Jahren fasziniert von der bunten Vogelwelt.

Die Vogelzüchter haben sich damals im Kleintierzuchtverein Mattighofen benachteiligt gefühlt und aus diesem Grund 1968 einen reinen Vogelverein gegründet. Die Ideengeber setzten sich ins Auto und klapperten sämtliche Züchter in der Umgebung ab, um sie von ihrem Vorhaben zu überzeugen. Mit Erfolg: mit knapp 40 Mitgliedern wurde der Spezialverein gegründet.

Wellensittich mit neun

Vögel faszinieren den Mattighofner Obmann schon lang. Mit neun Jahren bekam er seinen ersten Wellensittich. "Den hielt er in der Küche, g’staubt hat es halt so…", erinnert sich sein Vater, Bürgermeister Friedrich Schwarzenhofer, der seinem Sohn gut und gerne aushilft. Hilfe ist notwendig, denn bei einem Wellensittich ist es in den vergangenen 30 Jahren nicht geblieben. Alexanders Interesse gilt heute besonders den Loris. Sie gehören zu den Papageien und die Besonderheit ist ihr Futter: Die exotischen Vögel mit dem farbenprächtigen Gefieder trinken Nektar, fressen weiche Früchte und keine Körner. Viele Loris sind vom Aussterben bedroht. Etwa in Indonesien, wo ihnen durch die Palmölproduktion ihre Lebensgrundlagen geraubt werden. Schwarzenhofer besitzt Arten, die in freier Wildbahn nur noch selten zu finden sind. Der Lori-Experte wird immer wieder als Gastreferent eingeladen und tauschte bereits Erfahrungen im bekannten Loro Parque in Teneriffa aus. "Es ist viel wissenschaftliche Arbeit. Ich habe zum Beispiel eine eigene Nektarlösung entwickelt", sagt Schwarzenhofer. Loris werden auch Pinselzungenpapageie genannt. Das kommt daher, weil ihre Zungen mit einem Pinsel aus Hornhaar enden, womit sie Nektar und Pollen erwischen. Das Futter muss genau auf den jeweiligen Vogel abgestimmt sein, denn Wohlstandserkrankungen drohen bei Übergewicht auch dem gefiederten Zweibeiner. Es gibt nur wenige Loris-Züchter, zum Wissensaustausch ist Schwarzenhofer mit Experten aus ganz Europa in Verbindung.

Ausgestellt waren ausschließlich Nachzuchten. Die Arterhaltung war und ist Ziel des Vogelvereins Mattighofen. Das Interesse der Mitglieder gilt nicht nur den Exoten, sondern auch heimischen Vögeln. Sie hängen viele Nistkästen auf und zeigen, wie man solche baut. Damit die Tiere im Winter versorgt sind, wurden Futterstellen im Gemeindewald aufgestellt.

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