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Oberösterreich

Wieder mehr Covid-19-Genesene als Neuinfizierte

Von nachrichten.at   06. April 2020 17:52 Uhr

Zwei Linzer starben im Uniklinikum. 

WIEN/LINZ. Den dritten Tag in Folge hat in Österreich die Anzahl der von Covid-19 wieder Genesenen jene der Neuinfektionen übertroffen. In Oberösterreich ist die Zahl der Todesfälle auf 23 gestiegen.

Im Salzkammergut-Klinikum ist ein 59-jähriger Mann aus dem Bezirk Vöcklabruck verstorben, der mit dem Virus infiziert war und an Vorerkrankungen litt. Zudem seien zwei Linzer im Alter von 61 und 80 Jahren an den Folgen der Erkrankung gestorben. Der jüngere Patient hatte Vorerkrankungen, der ältere wurde zuletzt im Kepler Klinikum behandelt. Das teilte das Land am Nachmittag mit.

Laut einer Aussendung der Stadt Linz erhöhte sich die Zahl der Coronavirus-Todesopfer in der Landeshauptstadt auf vier. In ganz Oberösterreich sind seit Beginn der Krise insgesamt 23 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. 

Station im Kepler Klinikum wieder geöffnet

Erst am Wochenende waren in Oberösterreich zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt geworden. Ein 77-jähriger Mann aus dem Bezirk Vöcklabruck verstarb im Salzkammergut-Klinikum, eine 73-jährige Frau aus dem Bezirk Vöcklabruck in einer Salzburger Klinik. Oberösterreichs erster Corona-Fall, ein 80-Jähriger aus Puchenau, der sich bei einer Busreise in Südtirol angesteckt hatte, gilt – wie berichtet – mittlerweile als genesen. 

Gute Neuigkeiten gibt es auch aus dem Linzer Universitätsklinikum zu berichten: Dort konnte die Gerontopsychiatrie wieder aufgesperrt werden. Damit sind in Oberösterreichs Spitälern keine Stationen oder Abteilungen mehr wegen Covid-19 geschlossen.

Fälle in 27 Pflegeheimen

In 27 Alten- und Pflegeheimen wurden bisher insgesamt 33 Bewohner und 51 Mitarbeiter positiv getestet, teilte das Land Oberösterreich am Montagnachmittag mit. Einen neuen Fall gibt es im Bezirksseniorenheim Bad Hall, wo eine Mitarbeiterin an Covid-19 erkrankt ist. Alle Bewohner und Kollegen, die mit ihr in Kontakt standen, werden nun getestet und isolier bzw. außer Dienst gestellt, heißt es in der Aussendung. Entwarnung gab es hingegen in den Heimen in Pregarten und Dornach-Auhof sowie im Hillingerheim.

Laut Innenministerium lagen mit Montagnachmittag 1.962 Covid-19-Fälle in Oberösterreich vor. Am stärksten betroffen waren nach wie vor die Bezirke Urfahr-Umgebung, Perg und die Stadt Linz. 

Gute Nachrichten gab es, was die Zahl der aktiven Infektionen betrifft: Mit Stand Montag, 10.30 Uhr, waren laut Innenministerium binnen eines Tages 465 Patienten wieder gesundet. Dagegen wies das Gesundheitsministerium 241 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden aus (Stand: Montag, 8.00 Uhr).

Damit bestätigte sich eine Entwicklung, die am Freitag Anlass zu Zuversicht geboten hatte, als die aktiven Erkrankungen erstmals in der 24-Stunden-Schau zurückgegangen waren. Von Sonntag auf Montag sanken die aktiven Fälle um 2,8 Prozent.

Intensivpatienten: Zahl stabil

Erfreulich war auch, dass die Anzahl der Patienten, die einer Spitalsbehandlung bedürfen, stabil bleibt. Am Montag waren um 10.30 Uhr österreichweit 1.074 Erkrankte in Krankenhäusern, um 18 mehr als am Sonntag. Auf Intensivstationen befanden sich 250, um fünf mehr als am Sonntag.

In absoluten Zahlen lagen am Montagvormittag (Stand: 10.30 Uhr) 12.238 positive Testergebnisse auf SARS-CoV-2 vor. 220 Personen sind bisher an oder mit Covid-19 verstorben, 3.463 wieder genesen.

"Durchseuchung bei etwa einem Prozent"

Die Corona-Erkrankung in Österreich spielt sich im Promille-Bereich ab. Das erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei der Regierungspressekonferenz zur aktuellen Lage unter Berufung auf Zwischenergebnisse der repräsentativen Tests in der Bevölkerung. Seinen Angaben zufolge liegt die Durchseuchung bei etwa einem Prozent.

Aktuell sind in Österreich über 12.200 positive Testergebnisse bekannt. Allerdings war man immer von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen, weshalb eine breiter gefasste Testserie mit gut 2.000 Personen angelegt wurde, deren Ergebnisse laut Kurz vermutlich am Dienstag vorliegen werden.

Würde man wirklich nur im Promillebereich bzw. bei annähernd einem Prozent liegen, würde das eine Zahl von maximal rund 88.000 bedeuten und damit tendenziell eine geringere Dunkelziffer als mancherorts erwartet.

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