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Oberösterreich

Weiter Aufregung um FPÖ-Meldestelle

Von mini   30. März 2017 13:12 Uhr

Pflichtschullehrergewerkschafter Paul Kimberger ist über die Plattform erzürnt.

LINZ. Lehrervertreter sehen in der "Meldestelle für eine parteifreie Schule" ein Instrument zur Vernaderung und fordern die sofortige Einstellung.

„Die Online-Meldestelle der FPÖ für politische Manipulation an Schulen ist inakzeptabel und wird von uns auf das schärfste zurückgewiesen.“ So beginnt ein Brief des Zentralausschusses und der Lehrergewerkschaft APS OÖ, der am heutigen Donnerstag an alle Schulen versendet wurde. Man wehre sich vehement, dass Druck auf die Lehrerinnen und Lehrer – von welcher Seite auch immer - gemacht werde. Wie in den OÖN ausführlich berichtet, hat die FPÖ eine Internetseite eingerichtet, in der Fälle von politischer Beeinflussung an Schulen anonym gemeldet werden können.

Wenn die FPÖ zum anonymen Verpetzen von Lehrerinnen und Lehrern aufrufe, dann erinnere das an eine Zeit, in der das Spitzelwesen an der Tagesordnung gestanden sei und die schon längst für überwunden geglaubt zu sein schien, so die Replik der Lehrervertreter. Paul Kimberger, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Pflichtschullehrer und sein Kollege Walter Wernhart, Vorsitzender des Zentralausschusses der Lehrerpersonalvertretung APS, fordern die FPÖ in dem Schreiben auf, die Seite sofort einzustellen. Man bereite zudem auch rechtliche Schritte vor.

Auch der Sozialdemokratische LehrerInnenverein fordert die Schließung. Die Online-Plattform der FPÖ ÖO sei völlig verfehlt, inakzeptabel und habe im demokratischen Österreich nichts verloren. Sie lade zum Denunzieren von Lehrern ein. Lehrerinnen und Lehrern politische Manipulation zu unterstellen sei schlichtweg unverfroren.

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