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Kultur

Eric Papilaya: "Die Liebe ist der wichtigste Treibstoff der Kreativität"

Von Lukas Luger  20. November 2020 00:04 Uhr

Eric Papilaya: "Die Liebe ist der wichtigste Treibstoff der Kreativität"
Ab heute ist das selbstbetitelte Debütalbum erhältlich: Lange hat es zwar gedauert, doch jetzt vollführt Eric Papilaya zu Recht Freudensprünge!

Das 42-jährige Multitalent aus Vöcklabruck legt jetzt sein selbstbetiteltes Debütalbum vor.

Er singt. Er moderiert. Er fuhr für Österreich zum Songcontest. Nur die erste eigene Platte ließ auf sich warten. Bis jetzt! Ab heute ist das selbstbetitelte Debütalbum von Multitalent Eric Papilaya erhältlich. Wie’s dazu kam, verrät der Vöcklabrucker im OÖN-Interview.

OÖNachrichten: Obwohl Sie ja ein "alter Hase" sind, war der Weg zum ersten eigenen Album weit. Warum hat’s so lange gedauert?

Eric Papilaya: Es gab Querelen mit meiner ersten Plattenfirma, die Situation war wirklich schwierig. Ich war sehr glücklich darüber, aus dem Vertrag herauszukommen. Danach verlor ich etwas die Lust, die ganzen Streitereien hatten mir die Freude an der Musik genommen. Erst als ich bei Servus TV die Sendung "Music Nuggets" moderierte, wo ich mit so vielen großartigen, inspirierten Musikern in Kontakt kam, änderte sich das. Ab diesem Zeitpunkt war ich wieder motiviert. Dann kam das tolle "The Rats Are Back"-Projekt, mit dem ich zwei Alben aufnahm, dazu noch eines mit der Band "Q". Jetzt war einfach der richtige Zeitpunkt für meine erste Solo-CD.

Die Liebe in allen ihren Facetten – positiv wie negativ – spielt auf der CD eine zentrale Rolle. Haben Sie sich bewusst diesen thematischen roten Faden gesucht?

Ich schreibe am besten über Gefühle. Jene Momente im Leben, die die ehrlichsten, klarsten, schlüssigsten Texte provozieren, haben immer mit Emotionen zu tun. Auf dem Album geht es um die Liebe im weitesten Sinne. Jeder Song hat mit einer Emotion zu tun, die aus Liebe entstanden ist: egal ob Wut, Zorn, Frust oder auch alle positiven Gefühle. Die Liebe ist der wichtigste Treibstoff der Kreativität.

Songs wie "Alles kommt zurück", "Imma" oder "Tag am Strand" sezieren offen das Ende einer Beziehung. Hatte es für Sie therapeutischen Charakter, sich diese emotionalen Befindlichkeiten von der Seele zu schreiben?

Ganz bestimmt. Ich habe sehr viele dunkle "Therapiesongs" geschrieben. Die fanden aber nicht ihren Weg auf das Album. Diese Nummern haben mir wahnsinnig beim Verarbeiten meiner Gefühle geholfen, würden aber niemanden sonst interessieren. Die Songs, die jetzt auf der Platte landeten, haben mir auch geholfen, sie stammen ja aus der gleichen emotionalen Quelle. Sie zeigen aber, wie ich nach Burnout und Scheidung wieder neue Kraft geschöpft habe.

Den Song "Giganten" gibt’s auf dem Album in zwei Versionen. In der Single-Version und mit Ex-Russkaja-Geigerin Mia Nova als Gast. Wie kam’s dazu?

"Giganten" ist ein Aushängeschild. Ich bin kein Teenager mehr, habe einen Reifeprozess als Künstler und Mensch hinter mir. Dieser Song war dafür wichtig. Er ist ein "Danke" an alle Menschen, die Außergewöhnliches für andere leisten. Diese Menschen werden oft als "Gutmenschen" belächelt. Für mich ist dieser Begriff ein großes Kompliment. Wer "Gutmensch" als Schimpfwort benutzt, sollte sich fragen, was dies über einen aussagt. Wollen diese Leute lieber "Schlechtmenschen" sein? Die Version mit Mia kam zustande, weil ihr der Song gefiel und sie mir einen Link zu "All of Me" von John Legend schickte. Die Nummer nahm Legend mit einer fast so talentierten Violinisten wie Mia auf. Mia meinte, so ein Arrangement passe perfekt auch für "Giganten".

Sie veröffentlichen Ihr Solo-Debüt inmitten der Corona-Pandemie. Hatten Sie dabei Bedenken?

Klar habe ich Bedenken. Ganz ehrlich: Aus Promotion-Sicht ist es der denkbar ungünstigste Zeitpunkt. Wir können nirgends hinfahren, nirgends auftreten. Aber: Ich wollte das Album einfach nicht mehr verschieben! Ob wir die Tournee jetzt oder in ein paar Monaten spielen, ist doch wurscht.

Artikel von

Lukas Luger

Redakteur Kultur

Lukas Luger
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