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Kultur

Popowackeln in Baku: Trackshittaz fahren zum Song Contest

Von Andrea Nigl   24. Februar 2012 23:16 Uhr

Song Contest Entscheidung

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Bild 1/12 Bildergalerie: Trackshittaz mit Popowackeln zum Song Contest

WIEN. Die Trackshittaz aus Freistadt vertreten Österreich mit "Woki mit Deim Popo" beim Song Contest in Aserbaidschan. In einem Herzschlagfinale setzten sich die Mühlviertler gegen Conchita Wurst durch.

Wie heißt es so schön: "Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!" Die Trackshittaz - Lukas Plöchl und Manuel Hofelner - fahren zum Song Contest nach Baku. Die "Traktorgangster-Rapper" aus Freistadt haben in der ORF-Show "Österreich rockt den Song Contest" die meisten Stimmen des TV-Publikums erhalten. Auf dem zweiten Platz landete Conchita Wurst ("That's what I am").

Die Mühlviertler werden mit ihrer Partynummer "Woki mit Deim Popo" (siehe Video rechts) im ersten Halbfinale am 22. Mai an den Start gehen. Das Finale des Eurovision Song Contest findet am 26. Mai statt.

In feinem Zwirn statt Lederhosen lieferten "G-Neila" und "Manix" eine mitreissende Bühnenshow inklusive UV-Lichteffekte. Zum Schluss der Nummer entblößte Plöchl seine nackte Brust mit der Aufschrift "Woki mit nach Baku".

Insgesamt zehn Acts stellten sich Freitagabend dem Voting des TV-Publikums. An den Start gingen so unterschiedliche Teilnehmer wie die Popband Papermoon, Sidos Blockstars-Band 3punkt5 oder die Welser Hardrockformation Krautschädl. In der Endrunde der besten Zwei hat sich das Landdiscoduo gegen die schrille Dragqueen mit 51 zu 49 Prozent der Stimmen behauptet.

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Hier hören Sie noch einmal alle Lieder der Österreich-Kandidaten!

Eine Dreiviertel Million sah zu

Bis zu 752.000 Seher schauten im ORF zu. Im Durchschnitt verfolgten 709.000 Musik-Fans am Freitag, dem 24. Februar, in ORF eins ab 22.10 Uhr das Finale der österreichischen Vorentscheidung. (Marktanteil 36 Prozent, 43 Prozent in der Zielgruppe 12-49 Jahre). Groß war das Interesse bei den jungen Zuschauern - 37 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe 12-29 Jahre.

Mit Flip-Flops und Dialektrock

Den Auftakt zum Abend hatte der gebürtige Engländer James Cottriall mit seinem Mutmacherlied "Stand up" und in Flip-Flops gesetzt. Der klassische Wir-machen-die-Welt-besser-Pop hat sich beim Publikum jedoch nicht durchsetzen können. Von der musikalisch anderen Seite hatten sich die sympathisch-unprätentiösen Welser Hardrocker Krautschädl mit der Startnummer 2 präsentiert. Ihre Dialektrocknummer "Einsturzgefohr" schaffte es allerdings ebenso wenig unter die besten Zwei.

Alpen-Nancy-Sinatra und Sido-Rapper

Im neckischen grellgrünen Kleid und mit Retroästhetik versuchte danach Valerie mit "Comme ca" auf Englisch und Französisch Österreich für sich einzunehmen - gleichsam eine Alpen-Nancy-Sinatra, die jedoch nicht genug Stimmen auf sich vereinigen konnten. Das Gleiche galt für die aus der von Sido kuratierten Castingshow "Blockstars" hervorgegangene Rapgruppe 3punkt5 mit "Augenblick".

Zweite Chance

Auch der zweite Versuch, Österreich beim Song Contest zu vertreten, gelang der Wiener Soul-Formation Mary Broadcast Band nicht. Während man 2011 schon im Vorfeld ausgeschieden war, schaffte es die für den Auftritt von sieben auf sechs Mitglieder reduzierte Gruppe mit "How can you ask me!" diesesmal immerhin in die Runde der letzten Zehn.

Mit einer Mischung aus Gypsy-Musik und flottem Jazz versuchte die Band !DelaDap zu punkten, die im Vorfeld nur knapp der Disqualifikation beim Wettbewerb entging, nachdem bekanntgeworden war, dass sie ihre eigentlich vorgesehene Nummer "Crazy Swing" nach Song-Contest-Statuten zu früh präsentiert hatte. Die Alternative "Don't Turn Around" brachte die Formation um den in Prag geborenen Produzenten Stani Vana jedoch nicht auf die entscheidenden vorderen Plätze.

Veteranen und Dandy

Als die Senioren im Feld hatten die Folk-Pop-Veteranen Papermoon die Startnummer 8 ausgefasst. Ihre dreisprachige Klage über den fernen Papa, "Vater, Father, Mon Pere", konnte die Song-Contest-affinen Fernsehzuschauer jedoch nicht überzeugen. Und auch die letzte Reihung im Starterfeld brachte dem Bluesmusiker unter den Kandidaten kein Glück: Norbert Schneider präsentierte sich als eleganter Dandy an der Gitarre mit seinem "Medicate my Blues away".

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Die Trackshittaz

Die 2010 gegründete Formation landete zunächst mit ihrer Persiflage des belgischen Hits "Alors on danse" unter dem Titel "Alloa bam Fraunz" einen YouTube-Hit. Seine Teilnahme an der ORF-Castingshow "Helden von morgen" gipfelte für Lukas Plöchl auf Platz zwei. Zugleich lieferten die Trackshittaz mit "Oida taunz!" einen Hitparadenschlager ab. Auch ihre Teilnahme beim österreichischen Vorentscheid für den Song Contest 2011 kamen die beiden Oberösterreicher auf den undankbaren Platz zwei. Die beiden Discopumper können bereits auf drei Platten zurückblicken. "Oidaah pumpn mua's", "Prolettn feian längaah" und "Zruck zu de Ruabm".

Links:

Homepage der Trackshittaz
Homepage von Conchita Wurst
Österreich rockt den Song Contest
Song Contest in Baku

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