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Wirtschaftsraum OÖ

Sport 2000 bläst mit neuen Partnern zur Attacke auf Intersport

Von Martin Roithner 11. Oktober 2019 00:04 Uhr

Sport 2000 bläst mit neuen Partnern zur Attacke auf Intersport
Duell der Oberösterreicher: Sport 2000 ist Intersport auf den Fersen.

OHLSDORF. Traditionshändler Haberkorn gehört zum Verband – zwei Marken erweitern das Sortiment.

Zwei oberösterreichische Unternehmen duellieren sich im heimischen Sporthandel um den Platz an der Sonne: Intersport aus Wels und Sport 2000 aus Ohlsdorf. Während Intersport verlautete, nächstes Jahr wegen des Wegfalls des Salzburger Händlers Bründl Umsatzeinbußen hinnehmen zu müssen, bläst Sport 2000 zum Angriff auf den Marktführer.

Neu mit dabei in der Genossenschaft aus Ohlsdorf ist das Urfahraner Traditionsgeschäft "der Haberkorn", das nach einem Brand umgebaut und das Sortiment um eine Sportabteilung ergänzt hat.

Sport 2000 will heuer 580 Millionen Euro umsetzen, um fünf Millionen mehr als Intersport und um 20 Prozent mehr als 2018. Dazu beitragen sollen vor allem zwei neue Partner: Sport 2000 hat sich den Grazer Outdoormodehersteller Northland und den auf Fußball spezialisierten Onlineshop Geomix ins Boot geholt.

"Mit Northland werden wir eigene Produkte und Sortimente entwickeln", sagt Holger Schwarting, Geschäftsführer von Sport 2000. Geomix soll die Ohlsdorfer näher an die Marken Nike, Adidas und Puma heranführen und das Onlinegeschäft stärken. Zusammen mit Gigasport, das seit 2013 zur Gruppe zählt, werden Northland und Geomix rund ein Drittel des Gesamtumsatzes bei Sport 2000 ausmachen. "Wir haben noch immer einige weiße Flecken im Osten und im Süden Österreichs", sagt Schwarting. Eigenen Angaben zufolge hat Sport 2000 in Österreich einen Marktanteil von 30 Prozent.

Organisches Wachstum ist im heimischen Sporthandel schwierig. Der Kuchen ist seit dem Aus von Eybl vor fünf Jahren verteilt, die Unternehmen stecken in einem harten Preiskampf. Sport 2000 wächst jedes Jahr laut Schwarting bereinigt um 2,5 Prozent. Das sei auch der Hauptgrund dafür, dass man Partner suche.

Überforderte Händler

Als gutes Modell habe sich die Wirtschaftsform der Genossenschaft erwiesen. "Der Händlerverband erlebt eine Renaissance. Es ergibt mehr denn je Sinn, kleine Händler in einer Gemeinschaft zusammenzuschließen, um als Einheit stark nach außen aufzutreten", sagt der Firmenchef. Sport 2000 hat in Österreich 235 Händler mit 370 Geschäften. Mit Tschechien und der Slowakei sind es 297 Händler und 481 Geschäfte.

Immer häufiger kämen kleinere Händler aktiv auf den Verband zu, weil sie allein überfordert seien. "Datenverarbeitung, Warensystem, Onlineversand – all das ist ziemlich herausfordernd", sagt Schwarting. Einzelkämpfer hätten heutzutage kaum eine Chance gegen die großen Anbieter.

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Artikel von

Martin Roithner

Redakteur Wirtschaft

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