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Wirtschaftsraum OÖ

"Kündigen muss der Chef schriftlich" – Die größten Irrtümer im Arbeitsrecht

26. August 2014 00:04 Uhr

LINZ. Bei bis zu acht von zehn arbeitsrechtlichen Anfragen sind die Juristen in der Arbeiterkammer (AK) mit weitverbreiteten Fehleinschätzungen konfrontiert: von der "einvernehmlichen Kündigung" über "Ich lasse mir einen Teil des Urlaubs auszahlen" bis zu "Mein Chef hat mich nicht dreimal verwarnt und trotzdem entlassen".

Das Wissen über die Rechte und Pflichten eines Beschäftigten ist oft recht lückenhaft – und kann Betroffenen auch Geld kosten (siehe nebenstehende Grafik).

So darf Urlaub während eines aufrechten Arbeitsverhältnisses nie in Geld oder Gutscheinen abgegolten werden. "Der ist zur Erholung des Arbeitnehmers vorgesehen", sagt Renate Kempinger, Leiterin der Abteilung Rechtschutz in der AK Oberösterreich. Urlaub verjährt zwei Perioden nach Ende des Urlaubsjahres.

Lehrverträge nicht zu kündigen

Rechtsschutz-Teamleiter Dragoljub Velebit weist darauf hin, dass Lehrverträge nicht gekündigt werden können. "Diese sind befristet abgeschlossen und können nur im Einvernehmen aufgelöst werden."

Häufig ist die AK in ihren Beratungen mit den kurzen Verfallsfristen konfrontiert, wenn es um nicht bezahlte Überstunden oder falsche Einstufungen geht. "Wir können nur einklagen, wenn die Ansprüche noch nicht verfallen sind", sagt Kempinger. Das sind in etlichen Kollektivverträgen nur drei Monate. Die AK fordert schon länger eine Abschaffung der Verfallsfristen sowie eine Informationspflicht an die Arbeitnehmer, wenn Abgaben-Kontrolleure feststellen, dass Beschäftigte falsch abgerechnet wurden. 

 

Weitverbreitete Fehlmeinungen:

Arbeitsrecht
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