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Wirtschaft

Preise für Haushaltsenergie wieder über Vor-Corona-Niveau

Von nachrichten.at/apa   27. April 2021 11:21 Uhr

An der Tankstelle
Am stärksten verteuerte sich Sprit.

WIEN. Die Preise für Haushaltsenergie sind in Österreich im März wegen der anziehenden Spritpreise erstmals wieder über Vor-Corona-Niveau gelegen. Im vergangenen Winter wurde darüber hinaus mehr Fernwärme verbraucht.

Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) kletterte innerhalb eines Jahres um 5,0 Prozent - die allgemeine Teuerungsrate betrug dagegen lediglich 2,0 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Februar stiegen die Energiepreise um 2,5 Prozent, während der VPI um 1,1 Prozent zulegte.

Am stärksten verteuerte sich Sprit: Superbenzin kostete um 7,0 Prozent mehr als ein Jahr davor, Diesel um 6,1 Prozent mehr. Gegenüber dem Vormonat Februar verteuerte sich Super um 4,9 Prozent und Diesel um 4,4 Prozent. Für Heizöl musste im Jahresabstand um 3,5 Prozent mehr bezahlt werden und binnen Monatsfrist um 3,3 Prozent mehr.

Strom kostete für Privathaushalte im März gleich viel wie im Vormonat, aber um 5,6 Prozent mehr als ein Jahr davor.

Mehr Verbrauch an Fernwärme - Linz plus sieben Prozent

Die Bewohner der Haushalte in Österreich haben im etwas kälteren Winter 2020/21 ihre Fernwärme-Heizkörper stärker aufdrehen müssen. Der Fernwärme-Verbrauch stieg etwa in Wien und Graz um zehn Prozent, in Linz um sieben Prozent, gab der Fachverband Gas-Wärme am Dienstag bekannt. In Tourismusgebieten dagegen führte die Coronapandemie zu Absatzrückgängen. Allerdings war der vorhergehende Winter 2019/20 der zweitwärmste in der Messgeschichte seit dem Jahr 1768 gewesen.

Auffallend war für den Fachverband zuletzt in Wien ein kalter März mit einem mehr als 16 Prozent höheren Wärmebedarf als voriges Jahr sowie ein kalter Oktober mit über 18 Prozent Plus. Die Monate November und Dezember zählten diesmal zu den wärmsten der Messgeschichte, der Jänner lag im langjährigen Durchschnitt. Auch der Februar brachte durchschnittliche Temperaturen - außer am 11. Februar, als in Wien um 8 Uhr früh minus 6,6 Grad Außentemperatur zu einer Leistungsspitze von 2.086 Megawatt (MW) führten. 420.000 Wiener Haushalte heizen mit Fernwärme, zudem beliefert die Wien Energie 7.500 Großkunden damit.

Graz meldete eine ähnliche Heizbilanz für 2020/21 wie Wien. Bis Mitte April, der der kälteste seit vielen Jahren sein dürfte, wurde 10 Prozent mehr Wärmemengen-Verbrauch als im Vorjahr gemessen. In Graz werden 80.000 Haushalte mit Fernwärme versorgt.

Auffallend war laut Fachverband ein sehr deutlicher Fernwärme-Absatzrückgang in den Tourismusgebieten von bis zu 30 Prozent - das sei aber mit der Pandemie und den Lockdowns erklärbar.

In Linz war der abgelaufene Winter, gemessen an den Heizgradtagen, um rund sieben Prozent kälter als der vorangegangene. Der Fernwärme-Absatz wuchs annähernd im selben Ausmaß. Der Februar war um 5,7 Prozent wärmer, der März aber 8,8 Prozent kälter als der langjährige regionale Durchschnitt. Die Wärme-Leistungsspitze der Heizsaison wurde am 15. Februar erreicht. In Linz, Leonding und Traun werden 83.000 Wohnungen, Büro-, Gewerbe- Industrie- und öffentliche Gebäude mit Fernwärme versorgt.

Österreichweit nutzt mehr als eine Million Haushalte Fernwärme, etwa 50 der 100 größten Städte werden damit versorgt.

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