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Jugend und Beruf

4700 erfolgreiche Meisterprüfungen

Von Sonderthemen-Redaktion   17. Oktober 2020 00:04 Uhr

Meister verfügen über Exzellenz in traditionellen Fertigkeiten, aber auch in der Anwendung neuer Technologien .

Seit August steht die Meisterprüfung auf der gleichen Niveaustufe wie die Qualifikationen Bachelor und Ingenieur

Ganze 4693 Handwerkerinnen und Handwerker haben seit Anfang 2018 in Österreich ihre berufliche Ausbildung mit der erfolgreich absolvierten Meisterprüfung gekrönt. Ende September fanden sie Post in ihrem Briefkasten – ein Gratulationsschreiben von Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW), und Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

"Mit Ihrer Meisterprüfung haben Sie einen wertvollen Qualifikations- und Qualitätsnachweis für Ihr Handwerk. Meisterinnen und Meister verfügen über Exzellenz sowohl in traditionellen Fertigkeiten als auch in der Anwendung neuester Technologie in ihrem Berufsbereich sowie die Fähigkeit, ein Unternehmen zu führen und Lehrlinge auszubilden", sagen Schramböck und Mahrer in ihrem gemeinsamen Schreiben.

Meister als amtlicher Titel

Sie informieren darüber, dass Meisterinnen und Meister seit 21. August 2020 ihre Qualifikation auch als Namensbestandteil führen und in amtlichen Urkunden durch die jeweiligen ausstellenden Behörden eintragen lassen können. Und zwar nicht nur Absolventen jüngerer Jahrgänge, sondern alle, die in der Vergangenheit eine Meisterprüfung nach der Gewerbeordnung mit Erfolg abgelegt haben. Die Meisterprüfung steht auf der gleichen Niveaustufe wie die Qualifikationen Bachelor und Ingenieur.

"Der Meistertitel ist als höchster berufsbildender Abschluss für das Handwerk unbestritten. Die Ausbildung zum Meister und zur Meisterin ist eine hochwertige Ausbildung, die es auch verdient, sichtbar getragen zu werden", sagt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Diese Aufwertung ist aus mehreren Gründen ein wichtiges Anliegen für die Wirtschaft, betont WKÖ-Präsident Mahrer: "Die Meisterprüfung ist oft der Einstieg in Positionen mit Führungsverantwortung. Viele Meister machen sich später mit Neugründungen oder Betriebsübernahmen selbstständig. Diesen Unternehmergeist brauchen wir jetzt dringender denn je."

Nicht zuletzt seien es die Meisterbetriebe, in denen Qualifikationen und das handwerkliche Wissen an die nächste Generation weitergegeben werden. "Ohne Meister keine Lehrlinge, ohne Lehrlinge keine Fachkräfte, ohne Fachkräfte kein Aufschwung im Handwerk", sagt Mahrer. Laut Umfragen attestieren 95 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher Meisterbetrieben eine hohe Qualität bei der Erbringung ihrer Leistungen.

Dass die Meisterprüfung durch den offiziellen Titel noch attraktiver geworden ist, belegen aktuelle Zahlen aus der Steiermark. Dort gibt es nun deutlich mehr Anmeldungen für Vorbereitungskurse zur Meisterprüfung 2021. In einigen Berufsgruppen ist fast eine Verdoppelung gegenüber dem heurigen Jahr zu erkennen und auch in anderen Bundesländern zeichnen sich sehr positive Trends ab.

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