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Wirtschaft

Energiesparen und Alternativenergie als neuer Wirtschaftszweig

09. Februar 2009 00:04 Uhr

Unser Leben wird von drei Ereignissen geprägt:

•Erstes und fast vergessenes Faktum ist der Klimawandel, der von seinen Auswirkungen für die Menschheit von größter Bedeutung ist. Geht es doch darum, ob für den Menschen noch ausreichend Lebensraum erhalten bleibt und wenn, ob der Mensch nicht „mutieren“ muss, um sich den geänderten Lebensbedingungen anzupassen.

Szenarien, dass die großen Städte an den Küsten Amerikas und Asiens, aber zum Beispiel auch London, dann weit unter dem Meeresspiegel liegen, sind leider nicht von der Hand zu weisen.

•Faktum Nummer zwei ist die Finanzkrise, die ebenso wie der Klimawandel auf den maßlosen Umgang des sogenannten „homo sapiens“ zurückzuführen ist. Sind es im ersten Fall ca. 20 Prozent der Bevölkerung, also einige hundert Millionen Menschen, die zu den Verursachern zählen, so ist es hier die „Elite“ von einigen tausend Managern, die diese Finanzkrise provoziert und ausgelöst haben und durch die eigene Bereicherung zig Millionen von unschuldigen Bürgern in die Armut führen.

•Ereignis Nummer drei als direkte gesteuerte Auswirkung der Finanzkrise ist der Konflikt um das Erdgas. Tieferer Hintergrund sind Milliardenverluste aus der Finanzkrise, die nun durch erhöhte Einnahmen aus dem Gashandel wettgemacht werden sollen.

Alle drei Ereignisse bieten speziell für Europa eine unglaubliche Chance. Alle drei sind ein Signal in dieselbe Richtung, das es aber richtig zu deuten gilt.

Das Signal heißt: Auf in das neue Jahrhundert der Energieeffizienz sowie der Nutzung der emissionsfreien Energie. Diese kommt direkt oder indirekt aus der Sonne. Europa, und hier ganz speziell Österreich, ist bei der Entwicklung von zukunftsweisenden Energie- und Umwelttechnologien federführend.

Dabei sind speziell Technologien im Gebäude-, Gewerbe- und Industriebereich gemeint. Anders ist es im Bereich Mobilität. Hier gibt es derzeit noch nicht wirklich Alternativen. Hier hat die Autoindustrie auf Grund der Verbundenheit zu fossilen Treibstoffen den Zug der Zukunft verpasst.

Unser Aufruf an unsere Regierungen heißt deshalb, den neuen Wirtschaftszweig der thermischen Sanierung und der Nutzung von Sonnenenergie, Wasserkraft, Umweltwärme, Biomasse, etc. attraktiv zu machen: durch Förderung sowie steuerliche Absetzbarkeit für jeden Einzelnen – statt Milliardenkredite aus dem staatlichen Füllhorn, sprich von uns, an jene Unternehmen zu vergeben, die in der Vergangenheit quartalsmäßig Rekordgewinne meldeten.

Das Wirtschaftsvolumen allein in Europa für Gebäudesanierung beträgt zum Beispiel mehr als zehn Billionen Euro! Damit wären schlagartig alle Probleme gelöst. Der Klimawandel wird eingebremst, die Abhängigkeit von fossiler Energie, so auch Gas, reduziert sich, ein neuer Wirtschaftszweig kurbelt unsere Unternehmen an und der Einzelne hat leistbare vier Wände.

Eine Win-win-Situation für alle ist damit gegeben und auch unsere Banken könnten dann ihr durch uns alle besichertes Geld wieder der Wirtschaft zur Verfügung stellen, was ja auch der Sinn der Sache wäre.

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