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Motorsport

Krimi mit Happy End für Hamilton

15. Juli 2019 11:52 Uhr

Krimi mit Happy End für Hamilton
Sechster Heimsieg in Silverstone: Hamilton genoss das Bad in der Menge.

SILVERSTONE. Lewis Hamilton triumphierte zum sechsten Mal beim Heim-Grand-Prix in Silverstone. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel entschuldigte sich nach seinem Auffahrunfall bei Max Verstappen.

Zwei Wochen nach dem dramatischen Grand-Prix von Österreich bleibt die Formel 1 im Thriller-Modus. Auch der Große Preis von England in Silverstone hatte gestern ein spannendes Drehbuch. Local Hero Lewis Hamilton verweigerte kurz vor dem Rennende einen Boxenstopp und gewann nach diesem "Misstrauensbeweis" gegen die eigenen Teamstrategen vor Mercedes-Kollege Valtteri Bottas.

Das Tüpfelchen auf dem I: In der letzten Runde holte sich der Engländer auf den alten Reifen auch noch den Streckenrekord und damit den Extrapunkt für die schnellste Rennrunde. Auf Platz drei landete Ferrari-Aufsteiger Charles Leclerc, der sich wieder ein heißes Duell mit Red-Bull-Mann Max Verstappen geliefert hatte. Der Niederländer wurde von Ferrari-Star Sebastian Vettel "torpetiert" und so um einen möglichen Podestplatz gebracht.

Vettel entschuldigte sich

Sebastian Vettel hat sich unmittelbar nach dem Rennen bei Max Verstappen per Handschlag entschuldigt. "Es geht auf meine Kappe", sagte der Deutsche, dessen Sieglos-Serie sich am 28. August zu jähren droht.

"Ich dachte, ich hätte noch ein Chance auf der Innenseite", meinte der Ferrari-Star in Bezug auf sein missglücktes Manöver. "Es sah aus dem Cockpit so aus, als würde er nach rechts zucken."

Packende Duelle

Nach dem Start entwickelte sich ein beherztes Duell zwischen den Mercedes-Piloten. Bottas verteidigte seine Poleposition, Hamilton nahm das Messer zwischen die Zähne und attackierte den Finnen in den ersten Runden. Einmal quetschte er sich sogar vorbei, Bottas konnte aber kontern und sich die Führung zurückerobern.

Im Windschatten des Mercedes-Tandems attackierte Verstappen den drittplatzierten Leclerc. Nach 13 Runden verlagerte sich das Duell um Platz drei in die Boxengasse. Beide kamen gleichzeitig zum Reifenwechsel, die Red-Bull-Crew arbeitete um einen Tick flotter als die Kollegen von Ferrari und schickte Verstappen vor Leclerc zurück auf die Strecke. Der Monegasse holte sich aber gleich wieder Platz drei zurück. Der Zweikampf der beiden 21-Jährigen blieb heiß, bis nach 19 Runden eine Safety-Car-Phase eine neue Ordnung herstellte. Hamilton wurde auf Platz eins gespült, Leclerc fiel durch einen strategisch schlechten zweiten Boxenstopp hinter Verstappen auf den sechsten Platz zurück. Die beide Heißsporne blieben im Attacke-Modus. 15 Runden vor Renn-ende kam es dann zum Crash mit Vettel. Der Deutsche war bereits vom "fliegenden Holländer" überholt worden, der folgende Auffahrunfall schaute wie ein Frustfoul Vettels aus. Das sahen auch die Rennkommissare so, die den Deutschen mit einem Zehn-Sekunden-Penalty abstraften. Leclerc fuhr jedenfalls als lachender Dritte auf das Podium.

 
 

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