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Höchststrafe zum Abschied: Roger Federer bekam die Grenzen aufgezeigt

08. Juli 2021 00:10 Uhr

Höchststrafe zum Abschied: Roger Federer bekam die Grenzen aufgezeigt
Nachdenklich: Roger Federer war im Viertelfinale chancenlos.

LONDON. Der "Maestro" verlor im Wimbledon-Viertelfinale gegen Hubert Hurkacz 3:6, 6:7 und 0:6.

Sollte das Roger Federers letzter Auftritt auf dem "heiligen Rasen" von Wimbledon gewesen sein, dann hat er einen bitteren Beigeschmack. Der bald 40-Jährige wurde vom unbekümmert, kreativ und letztlich gnadenlos in Erscheinung tretenden Polen Hubert Hurkacz nach allen Regeln der Tennis-Kunst ausgespielt und mit einer 6:3, 7:6 (4), 6:0-"Abfuhr" aus dem Viertelfinale des dritten Grand-Slam-Turniers dieses Jahres befördert.

Vor allem die Höchststrafe im dritten Satz tut weh. Das war eine Premiere, die keiner braucht: Nie zuvor hatte Federer in Wimbledon einen Set mit 0:6 verloren. Im 21. Jahrhundert passierte ihm so etwas nur zweimal – 2008 in Paris gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal und eben gestern gegen Hurkacz. Aber auch die vergebene Chance im zweiten Durchgang, in dem der Schweizer angesichts einer 4:1-Führung den Spieß umzudrehen schien, hinterließ Spuren.

Hurkacz, die Nummer 18 der Welt, ließ sich von Rückständen nicht irritieren, nach 1:51 Stunden war sein persönliches Karriere-Highlight in trockenen Tüchern. "Roger ist so ein großartiger Typ, es war mir eine Ehre, gegen ihn hier auf dem Centre Court antreten zu dürfen", sagte der 24-Jährige, der heuer im April mit dem Triumph beim Masters-1000 in Miami so richtig aufgezeigt hatte.

Federer war die Enttäuschung anzumerken. Der Baselbieter hatte nach zwei Knieoperationen sein gesamtes Comeback auf Wimbledon ausgerichtet und sich deshalb auch – leicht angeschlagen – nach dem Achtelfinal-Einzug von den French Open zurückgezogen. Der "Maestro" wollte es allen noch einmal zeigen und auf seinem Lieblingsbelag Rasen zur Jagd auf seinen 21. Grand-Slam-Titel, dem neunten in London, blasen. Es sollte beim Versuch bleiben.

Für Novak Djokovic läuft es indes wie am Schnürchen. Der Weltranglistenerste setzte sich bei den mit 35,02 Millionen Pfund dotierten All England Championships gegen Rublew-Bezwinger Marton Fucsovics (Hun) 6:3, 6:4, 6:4 durch. Den Serben trennen nach seinem 100. Erfolg auf Rasen nur noch zwei Siege auf den 20. Major-Titel. Der 34-Jährige würde dann mit Federer und Nadal gleichziehen und im Rennen um den "echten" Grand Slam (Triumphe bei allen vier Majors binnen eines Jahres) bleiben. In Melbourne und Paris war der "Djoker" nicht zu schlagen.

Im morgigen Wimbledon-Halbfinale trifft er auf den Kanadier Denis Shapovalov, der Karen Chatschanow (Rus/25) 6:4, 3:6, 5:7, 6:1, 6:4 niederrang. Schon heute kämpfen vier Damen um den Einzug in das Endspiel (am Samstag). Um 14.30 Uhr (Sky) trifft die Weltranglistenerste Ashleigh Barty (Aus) auf Angelique Kerber (D), anschließend Aryna Sabalenka (Blr) auf Karolina Pliskova (Cze).

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