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Franzmair hat beim EM-Debüt nur ein Ziel: „Will kein Angsthase sein“

Von Dominik Feischl   27. Februar 2013 00:04 Uhr

Franzmair hat beim EM-Debüt nur ein Ziel: „Will kein Angsthase sein“
Erster Anlauf bei Titelkämpfen in der Elite

GÖTEBORG: Dabei sein ist für den Linzer bei der Leichtathletik-EM in Göteborg längst nicht alles.

Vor wenigen Tagen wurde Nikolaus Franzmair 18 Jahre alt, der Leichtathlet könnte damit noch locker bei Nachwuchs-Rennen mitlaufen. Will er aber nicht. Der Linzer ist einer der jüngsten Starter bei der morgen beginnenden Leichtathletik-Hallen-EM in Göteborg. Dabei sein ist längst nicht alles für den 800-Meter-Läufer, der sich vor einem Monat in Wien mit einer persönlichen Bestleistung von 1:48,53 Minuten für seine ersten Titelkämpfe bei den Großen qualifizierte. „Ich will kein Angsthase sein. Auch wenn ich der Jüngste bin über diese Strecke, werde ich mich nicht verstecken. Ich bin schon seit Wochen heiß auf dieses Rennen“, sagt Franzmair vor dem Vorlauf am Freitag. Die Reifeprüfung hat der BORG-Schüler in der Allgemeinen Klasse aber ohnehin schon abgelegt. Am vergangenen Wochenende holte er in Wien seinen ersten Meistertitel bei den „Erwachsenen“. Sein Karriereweg ging bisher steil nach oben, nachdem er im Vorjahr bei den Gugl-Games mit einer U18-Jahresweltbestleistung über die 1000 Meter erstmals aufzeigte.

Das Talent des Linzers wurde auch international bereits erkannt. Einige Universitäten aus den USA sind mittlerweile hinter dem Läufer her. „Ich habe Angebote für ein Stipendium. Aber richtig reden werden ich und mein Trainer Wolfgang Adler darüber erst nach der Hallensaison. Ich fühle mich hier in Linz eigentlich sehr wohl“, sagt Franzmair.

Leichtathletik-Manager Robert Wagner, der große Stücke auf Franzmair hält, rät zum Sprung ins Ausland. „In Amerika ist ein ganz anderes Leistungsumfeld als hier. Er kann sich dort ideal weiterentwickeln“, sagt der Scharnsteiner.

Den Sprung ins Ausland zu wagen, diesen Schritt machte Franzmair bereits Ivona Dadic vor. Die Welser Mehrkämpferin, in Göteborg nach ihrer Knie-Operation nicht dabei, trainiert in England in der Trainingsgruppe von Weltklasse-Dame Jessica Ennis mit. Dadic und Franzmair wurden am Montag als Österreichs Nachwuchs-Leichtathleten des Jahres ausgezeichnet.

Kugelstoßer Lukas Weißhaidinger landete dort in der Herren-Wertung auf dem dritten Rang. Er ist neben Franzmair der zweite Oberösterreicher bei dieser EM. Eine ruhige Kugel schob er bis zum EM-Start keine. „Zuerst Trainingslager in Deutschland, dann der Titel bei der Staatsmeisterschaft und nun die EM. Die dient vorrangig dem Erfahrungsammeln, das Finale der besten acht wird schwierig“, sagt Betreuer Josef Schopf. Mit seinen gerade erst einmal 21 Jahren ist auch Weißhaidinger noch längst kein alter Hase in der Leichtathletik.

 

Hallen-Leichtathletik-EM in Göteborg

Austragungsort: Die 32. Hallen-Leichtathletik-EM wird von Donnerstag bis Sonntag im 14.000 Zuschauer fassenden „Scandinavium“ in Göteborg ausgetragen. Damit steigt die Veranstaltung schon zum dritten Mal in der schwedischen Stadt.

Österreichs Teilnehmer und Programm: Andreas Vojta (1500 m/Vorrunde Samstag), Nikolaus Franzmair (800 m/Vorrunde Freitag), Andreas Rapatz (800 m/Vorrunde Freitag), Lukas Weißhaidinger (Kugelstoß/Qualifikation Donnerstag), Dominik Distelberger (Mehrkampf/Beginn Samstag)

Fernsehübertragung: Eurosport zeigt die EM-Bewerbe (Freitag, live ab 17 Uhr; Samstag, Zusammenfassung ab 18.15 Uhr; Sonntag, live ab 16.30 Uhr)

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