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Leichtathletik

Der Rücken spielt nicht mit

27. Juni 2022 00:04 Uhr

Der Rücken spielt nicht mit
Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger braucht eine Pause.

SANKT PÖLTEN. Weißhaidinger verzichtet nach Staatsmeistertitel auf die Diamond League.

Zuerst 60,91 Meter, dann 65,31 – das reichte Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger, damit ihm bei den Staatsmeisterschaften niemand seinen siebenten Titel streitig machen konnte. "Wir hatten eine harte Trainingswoche eingelegt, und es war geplant, hier nur das Nötigste zu machen", begründete der Innviertler, den zudem Rückenprobleme in den Schongang zwangen. Wegen diesen sagt der 30-Jährige nun seinen Start in der Diamond League am Donnerstag in Stockholm ab: "Es macht keinen Sinn, knapp drei Wochen vor der WM noch ein unnötiges Risiko einzugehen. Natürlich tut die Absage weh." Die Quali für das Finale der Diamantenliga hat der Olympiadritte bereits geschafft.

Doppelschlag von Walli

Ein Doppelschlag gelang Susanne Walli (TGW Zehnkampf-Union) bei den Staatsmeisterschaften, die sowohl über ihre Spezialstrecke 400 Meter als auch über die 200 zum Titel sprintete. Letzteres gelang der Olympia-Halbfinalistin in 23,39 Sekunden (persönliche Bestzeit). Über die ganze Stadionrunde sammelte die 26-jährige Linzerin Punkte für die WM-Qualifikation.

Während Verena Mayr weiterhin verletzt fehlte, holte Siebenkampfkollegin Ivona Dadic im Kugelstoßen und über 100 Meter Hürden jeweils Bronze. In Letzterem musste die gebürtige Welserin Premierenstaatsmeisterin Lena Lackner (ATSV Linz) und Johanna Plank (Zehnkampf-Union) den Vortritt lassen. Leo Köhldorfer (ULC Linz Oberbank) sicherte sich in 50,65 Sekunden (OÖ-Rekord) den 400-Meter-Hürden-Sieg.

Die Titel im Dreisprung gingen mit Premierengewinnerin Jana Schnabl (ULC) und Endiorass Kingley (Zehnkampf-U.) jeweils nach Linz. Im Stabhochsprung zeigte Lisa Gruber (LAC Amateure Steyr) mit der Verteidigung ihres Vorjahrestitels, dass es bei der 17-Jährigen nach langer Krankheit wieder bergauf geht.

"Anfänger" wurde Vizemeister

Bemerkenswert endete der 100-Meter-Sprint der Herren. Zwar hatte mit Markus Fuchs nach 10,20 Sekunden der Favorit die Nase vorne, jedoch querte mit Josef Mennel (10,50) ein Überraschungsmann als Zweiter den Zielstrich. Laut "Vorarlberger Neue" habe der 25-jährige Dornbirner erst im Herbst mit professionellem Leichtathletik-Training begonnen. Das Finale sei erst der vierte 100-Meter-Lauf seiner Karriere gewesen.

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