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Fußball Unterhaus

Pasching wurde der Titel gestohlen

19. Juni 2010 00:04 Uhr

Fussballszene
Franz Grad

Es ist eine der dümmsten und unverständlichsten Entscheidungen, die je im heimischen Fußball gefällt wurden: Dem FC Superfund wurde gestern von der Paritätischen Kommission der Regionalliga-Meistertitel aberkannt. Das Gremium, bestehend aus Mitgliedern aus Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark, erteilte den Paschingern einen 13-Punkte-Abzug und rückte den WSC St. Andrä auf Platz eins. Der Grund: Die Paschinger hatten nicht um die Lizenz für die ADEG Erste Liga angesucht. Den Grund dafür kennt man: Die Verbandsbestimmungen hatten es dem FC Superfund verboten, drei Jahre nach dem Verkauf der Lizenz an Austria Kärnten wieder in den Profifußball zurückzukehren. Für die Paschinger wäre ein Aufstieg sehr wohl ein Thema gewesen, wenn man sie gelassen hätte. „Wir sind sehr enttäuscht. Es wurde uns ja auch von Oberösterreichs Fußball-Verbandspräsident Willi Prechtl versprochen, dass sich an dem alten Tabellenstand nichts mehr ändert“, ärgert sich Paschings Manager Max Eisenköck. Dass man Paschings Klubphilosophie nicht immer nachvollziehen konnte, ist eine Sache. Einen auf dem Platz errungenen Titel wieder abzuerkennen, geht aber zu weit. Egal, welche Paragraphen die Statuten vorsehen.

Die Paschinger werden auf einen Protest verzichten. Es ist verständlich, dass man dem Verband nicht auch noch Geld für ein Protestschreiben bezahlen will. (mf)

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