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LASK

Ismaël: "Das Momentum ist auf unserer Seite"

Von Günther Mayrhofer 07. November 2019 00:04 Uhr

Ismaël: "Das Momentum ist auf unserer Seite"
Der LASK (re. Trainer Valérien Ismaël, li. Marvin Potzmann) greift nach der nächsten Überraschung.

LINZ. Europa League: Der LASK pfeift heute auf die Favoritenrolle von Gegner PSV Eindhoven (Linzer Stadion, 18.55 Uhr)

Eindhovens Kader ist mehr als achtmal so viel wert wie jener des LASK. "Das Momentum ist auf unserer Seite", sagte LASK-Trainer Valérien Ismaël trotzdem vor dem heutigen Duell in der Fußball-Europa-League im ausverkauften Linzer Stadion (18.55 Uhr). "Wir haben Selbstvertrauen, wir spielen vor unseren Fans, und wir wissen, was wir draufhaben."

Die schwarz-weiße Brust ist breit. Von den jüngsten zwölf Pflichtspielen verloren die Athletiker nur jenes gegen Sporting in Lissabon – als bessere Mannschaft. Champions-League-Klub Salzburg wurde beim 2:2 an den Rand einer Niederlage gebracht, in Eindhoven erkämpfte der LASK ein 0:0 und war damit nicht zufrieden. "Es war nicht unser bestes Spiel. Wir wissen, wie wir es besser machen können", sagte Thomas Goiginger.

Mit den Fans im Rücken soll heute der Favorit fallen. Eindhoven läuft seit vier Pflichtspielen einem Sieg nach, verlor gegen Utrecht (0:3), Alkmaar (0:4) und spielte gegen den LASK und Sparta Rotterdam (2:2) nur unentschieden – viel zu wenig für die Ansprüche und die Qualität. "Sie stehen unter Druck. Wenn ein so großer Verein so lange ohne Sieg bleibt, dann herrscht Krisenstimmung", sagte Ismaël. "Das macht sie aber nicht ungefährlicher – im Gegenteil." Es ist allerdings kein Nachteil für die Linzer, dass Steven Bergwijn, der im Hinspiel in Eindhoven kaum zu halten war, heute ebenso verletzt fehlt wie der niederländische Teamstürmer Donyell Malen und Jorrit Hendrix.

LASK gegen PSV Eindhoven - Vor dem Spiel

Vor dem Spiel am Donnerstag gegen PSV Eindhoven ist der LASK trotz der Ausgangslage zuversichtlich.

PSV darf nicht umschalten

Besonders das PSV-Umschaltspiel bereitete auswärts Probleme. Ismaël: "Das Positive: Das war nach unseren Ballverlusten. Das werden wir verbessern. Das heißt: die Ballverluste, die wir haben werden, in eine andere Zone zu verlagern, nicht dort, wo sie umschalten wollen." Das Cup-Spiel gegen Altach (3:1) und die Bundesliga-Partie am Sonntag gegen Austria Wien (2:0) dienten als Testläufe, wie Ismaël verriet.

Auf Rechenspiele wird sich der LASK heute nicht einlassen: Weder der eigene Spielstand noch jener im Parallelspiel zwischen Rosenborg Trondheim und Sporting Lissabon werden die Taktik in der Schlussphase verändern. "Wenn ich anfange, so zu überlegen, bekomme ich Kopfschmerzen", sagte Ismaël lächelnd. "Für uns gibt es nur eine Richtung: Wir spielen auf Sieg. Wir haben uns eine perfekte Ausgangsposition verschafft. Mit einem Sieg können wir diese Gruppe spannend machen."

Dafür sei es notwendig, "den nächsten Schritt zu machen": "Das ist manchmal in dieser Saison nicht gelungen, zum Beispiel in Brügge." Dort verabschiedete sich der LASK aus dem Champions-League-Play-off. "Aber wird sind bereit. Wir wollen das."

Dei Krise bringt van Bommel nicht vom Weg ab

550 Fans werden die PSV Eindhoven heute im Linzer Stadion gegen den LASK anfeuern. Sie hoffen auf die Trendwende nach zuletzt vier sieglosen Spielen. „Es wird nicht einfach und wieder eng, weil der LASK eine genaue Idee hat, Fußball zu spielen“, sagte PSV-Trainer Mark van Bommel und lobte die Athletiker und Coach Valérien Ismaël, mit dem er einst bei den Bayern spielte. „Die Art und Weise, wie sie spielen, ist schön anzusehen und auch effektiv.“

Seine Mannschaft solle an die Leistung vom Hinspiel anschließen – allerdings mit einer besseren Chancenverwertung. „Ich hoffe, dass wir mehr Glück haben als zu Hause.“ Große Änderungen schloss er als Reaktion auf die zuletzt unbefriedigenden Ergebnisse aus. „Wenn man vier Mal hintereinander nicht gewinnt, ist es legitim, dass es solche Fragen gibt. Aber ich bin ein Trainer, der langfristig denkt. Wenn ich den Spielern ein System beibringen möchte, das meiner Meinung nach am besten zu ihnen passt, braucht es Zeit.“

Van Bommel ist stolz auf die Art und Weise, wie im Klub mit dem negativen Lauf umgegangen wird. „PSV ist ein Top-Verein. Wir müssen alles gewinnen. Das spüre ich auch. Es ist schön, dass wir in dieser schwierigen Phase alle zusammenstehen.“
 

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