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LASK

4:0 - LASK schoss sich warm für Rasgrad

Von Günther Mayrhofer  25. Oktober 2020 16:08 Uhr

Grgic traf erstmals seit seiner Rückkehr.

LINZ. Das 0:3 bei Tottenham hat beim LASK keine Spuren hinterlassen: Die Athletiker gewannen gegen St. Pölten mit 4:0 und tankten Selbstvertrauen für das Europa-League-Heimspiel am Donnerstag.

Im Vergleich zur Partie gegen Tottenham war LASK-Trainer Dominik Thalhammer zu Umstellungen gezwungen. James Holland, der in London mit einer Wadenverletzung schon nach fünf Minuten ausgeschieden war, wurde diesmal von Anpfiff weg von Lukas Grgic ersetzt. Die Position von Rene Renner, gegen Tottenham wegen eines Brummschädels ausgewechselt, nahm Andres Andrade ein, in der Innenverteidigung kehrte Petar Filipovic in die Startelf zurück. Für Husein Balic war Johannes Eggestein im Spiel.

Die Partie begann vor nur noch 1500 erlaubten Zuschauern für den LASK mit einer Schrecksekunde: Dor Hugi kam in Sechzehner zum Abschluss, die Direktabnahme strich an der rechten Stange vorbei (1.) - es blieb der einzige Torschuss der Niederösterreicher. 

Gruber eröffnete den Torreigen

Danach spielte nur noch der LASK: St. Pöltens Torhüter Christoph Riegler faustete eine Flanke an die eigene Stange (4.), Reinhold Ranftl zwang mit einem Fernschuss den Schlussmann zur Glanzparade (9.), setzte einen Kopfball knapp daneben (13.) und traf herrlich freigespielt nur einen St. Pöltener (21.). Dazwischen kam Petar Filipovic bei einem Corner zum Kopfball, der das Tor verfehlte (21.), mit den Fäusten parierte Riegler einen Schuss von Lukas Grgic.

Die Führung war so überfällig wie aus St. Pöltener Sicht unnötig: Peter Michorl stand zum Freistoß von der rechten Seite bereit, die Niederösterreicher rechneten mit einer Flanke. Die Nummer zehn des LASK spielte allerdings kurz Andreas Gruber an. Dieser hatte freie Schussbahn - 1:0 (34.).

Der LASK begnügte sich nicht damit. Der Schuss von Johannes Eggestein fiel zu zentral aus (38.), Flilipovics Kopfball landete auf dem Tordach (41.). St. Pölten war völlig überfordert mit dem Pressing der Athletiker und kam kaum aus der eigenen Hälfte - und hatte viel Glück, dass es zur Pause nur 0:1 stand.

  • Video: Heimsieg für LASK

Ranftl traf nach 18 Sekunden in der zweiten Hälfte

Das Glück war aber aufgebraucht: 18 Sekunden waren in der zweiten Halbzeit gespielt, da stand es 2:0. Eggestein flankte, Ranftl nahm den Ball mit der Brust an, den Schuss fälschte Michael Steinwender unhaltbar ab.

Obwohl des für den LASK schon am Donnerstag mit dem Europa-League-Heimspiel gegen Ludogorez Rasgrad weitergeht, schonten sich die Athletiker auch nach der sicheren Führung nicht. Riegler konnte sich beim Schlenzer von Gruber auszeichnen (55.), eine Minute später war auch der St. Pölten-Kapitän machtlos. Michorl führte den Eckball aus, an der ersten Stange verlängerte Gruber per Kopf, Lukas Grgic verwertete in der Mitte - 3:0 (56.). Es war der erste Treffer seit dessen Rückkehr zum LASK. Den zweiten verhinderte Riegler (62.).

Erstes Tor für Goiginger nach dem Comeback

Zumindest personell legte der LASK danach den Schongang ein: Marko Raguz wurde für Husein Balic ausgewechseltm Eggestein übernahm die Mittelstürmerposition. Wenig später kamen Yevgen Cheberko (für Filipovic) und Thomas Goiginger (für Gruber). An der Überlegenheit des LASK änderte sich nichts: Ranftl knallte mit dem schwächeren linken Bein an die Stange (69.), Goiginger prüfte Riegler aus der Distanz (71.),.

In der 87. Minute erzielte der 27-Jährige dann das erste Tor nach dem Comeback - 4:0. Danach verga Eggestein sogar noch das 5:0 (91.).

Es war eine ganz starke Leistung des LASK gegen hilflose St. Pöltener. Die Athletiker tankten viel  Selbstvertrauen vor dem Heimspiel gegen Rasgrad.

Meinungen zum Spiel

Dominik Thalhammer (LASK-Trainer): "Ich muss der Mannschaft gratulieren, es war eine sehr, sehr starke Leistung. Wir waren extrem dominant, kontrollierend, haben sehr viele Torchancen herausgespielt. Das Spiel hätte noch höher ausgehen können. Wir haben nichts zugelassen. Es ist ein Tag, wo man stolz ist auf die Leistung der Mannschaft."

Robert Ibertsberger (St. Pölten-Trainer): "Gratulation an einen sehr, sehr starken LASK. Der Gegner war extrem stark, es war ein verdienter Sieg; der hätte fast höher ausfallen müssen, so viele Torchancen wie vergeben worden sind. Wir müssen froh sein, waren mit 0:4 gut bedient. Auf der anderen Seite bin ich enttäuscht, wie wir uns präsentiert haben. Damit habe ich gar nicht gerechnet, dass wir überhaupt keinen Zugriff bekommen. Wir haben sehr lethargisch gewirkt. Wir haben uns dann auch mental erdrücken lassen. Wenn du in der zweiten Halbzeit nach 20 Sekunden das 2:0 bekommst, ist es extrem schwierig, das anzugreifen und in eine gute Richtung zu leiten. Dann war es nur noch irgendwie verteidigen. Es hat sehr schlimm gewirkt, auch von außen. Wir müssen analysieren und auch ich als Trainer hinterfragen, was passiert ist."

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Günther Mayrhofer

Redakteur Sport

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