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Fußball International

Teuerster Trainer-Transfer perfekt: Nagelsmann zu Bayern

Von nachrichten.at   27. April 2021 14:42 Uhr

Die zehn teuersten Trainer-Transfers

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MÜNCHEN. Julian Nagelsmann wird neuer Trainer beim deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern. Die Münchner einigten sich mit dem Ligakonkurrenten RB Leipzig auf einen Wechsel des 33-Jährigen, der an der Säbenerstraße einen Fünfjahresvertrag erhält.

Wie viel sich die Bayern den Wechsel kosten lassen, gaben die Clubs nicht bekannt. Bis zu 30 Mio. Euro soll Leipzig für seinen zuvor noch bis 30. Juni 2023 gebundenen Coach verlangt haben. Das wäre eine Ablöse in einer völlig neuen Dimension für Trainer.

Wenn ein Verein für einen Trainer so tief in die Tasche greift, steigt natürlich auch der Druck. Für Bayerns Neo-Coach kein Problem: "Die Ablösesumme macht nichts mit mir. Ich bin der Meinung, dass kein Mensch dieses Geld wert ist. Grundsätzlich ist mir jetzt nicht Angst und Bange. Die habe ja nicht ich hingeschrieben, sondern das sind Klubthemen. Daher bin ich topmotiviert, Bestleistung zu bringen.“

Angst vor der neuen Aufgabe hat er keine: „Ich glaube Bedenken, da nicht erfolgreich sein zu können, darfst du nicht haben. Respekt ja, aber ich habe keine großen Bedenken oder bin ängstlich. Noch schlafe ich ganz gut.“

Der Wechsel des 33-Jährigen ging relativ schnell über die Bühne. Nagelsmann: "Es waren sehr kurze Gespräche, keine langen Verhandlungsrunden. Ich habe drauf gedrängt, dass wenn es passiert, es schnell passiert. Wir hatten sehr schnell eine Einigung. Ich habe telefonisch mit mehreren Bayern-Bossen gesprochen. Kurz und schmerzlos.“

Wäre der Deal gescheitert, hätte es laut des Jung-Trainers kein böses Blut gegeben: "Ich habe Leipzig gesagt, dass es, wenn wir keine Lösung finden, auch kein böses Blut gibt. Der Wechsel war nach zwei Jahren in Leipzig nicht geplant. Da spielt auch die Entwicklung bei Bayern mit Hansi Flick mit. Es gab auch die eine oder andere Anfrage von anderen Klubs. Ich habe Leipzig gesagt, dass ich den Vertrag nicht beenden würde für irgendeinen Klub, sondern nur für diesen einen.“ Der ist es schlussendlich auch geworden...

Nagelsmann löst Hütter ab

Bisher waren 7,5 Mio. Euro für den Wechsel von Adi Hütter von Eintracht Frankfurt zu Borussia Mönchengladbach der Ablöse-Höchstwert eines Trainers in Deutschland. International gilt der Wechsel von Andre Villas Boas (43) vom FC Porto zum FC Chelsea vor zehn Jahren als Bestmarke. Von 15 Millionen Euro war damals die Rede.

"Julian Nagelsmann steht für eine neue Trainergeneration. Trotz seiner jungen Jahre hat er schon eine beeindruckende Laufbahn vorzuweisen. Wir sind überzeugt davon, dass wir mit Julian Nagelsmann an die großartigen Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen werden", sagte Bayern-Präsident Herbert Hainer in einer Club-Aussendung.

Flick als möglicher Nationaltrainer

Hainer dankte Flick, in dessen Ära die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte mit sechs Titeln, darunter dem Gewinn der Champions League, fällt: "Er wird immer einen Platz in den Geschichtsbüchern des FC Bayern haben." Flick wird nach seiner vorzeitigen Vertragsauflösung als Topkandidat auf die Nachfolge des deutschen Bundestrainers Joachim Löw gehandelt.

Nagelsmann war im Sommer 2019 für fünf Millionen Euro von Hoffenheim nach Leipzig gewechselt. Er war als Kind und Jugendlicher Bayern-Fan und sagte einmal in einem Interview: "Der FC Bayern spielt in meinen Träumen schon eine etwas größere Rolle."

Leipzig steht nun vor der Herausforderung, einen neuen Trainer und Sportdirektor zu finden. Denn neben Nagelsmann hört auch Markus Krösche beim Club von Marcel Sabitzer und Konrad Laimer auf. "Wir hatten in der Vergangenheit immer wieder Veränderungen auf der Trainer,-Direktoren- und Spielerseite", sagte Vorstandschef Oliver Mintzlaff. "Und wir sind jedes Jahr stärker zurückgekommen und konnten uns weiterentwickeln. Und ich bin mir auch sicher, dass wir wieder den nächsten Schritt machen."

Marsch nach Salzburg? 

Mit dem aktuellen Salzburg-Coach und ehemaligen Leipziger "Co" Jesse Marsch stünde ein für Leipzig passgenauer Nachfolger bereit. Der US-Amerikaner, dessen Vertrag in Salzburg - ohne Ausstiegsklausel - bis Sommer 2022 datiert ist, wollte am Montag keinen Kommentar zur Causa abgeben. "Ich habe das gelesen, ich habe schon über dieses Thema geredet. Wir bleiben mit unserer Konzentration bei unserer Aufgabe. Das ist meine einzige Aussage", erklärte er bei einem Pressetermin. Zumindest einen Hauch aufschlussreicher waren seine Ausführungen am Donnerstag auf "Sky": "Wenn ich die Möglichkeit als Trainer in Leipzig haben kann, dann ist es eine super Idee für mich:"

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