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Fußball International

Millionenshow: Das lange Warten hat ein Ende

Von Alexander Zambarloukos  und  Harald Bartl 17. September 2019 00:04 Uhr

Millionenshow: Das lange Warten hat ein Ende

SALZBURG. Red Bull Salzburg debütiert 14 Jahre nach seiner Gründung in der Champions League

Als das Energydrink-Imperium Red Bull den SV Austria Salzburg 2005 übernommen und umgetauft hatte, war das von "Big Boss" Dietrich Mateschitz vorgegebene Ziel der Einzug in die Gruppenphase der Fußball-Champions-League gewesen. Es war leichter gesagt als getan, dieses Unterfangen zu vollenden. Unzählige Stolpersteine (von Valencia über Düdelingen bis zu Roter Stern Belgrad im Vorjahr) pflasterten den Weg, elfmal scheiterte Österreichs Serienmeister in der Qualifikation.

Doch die Zeit der Tristesse ist vorbei, 14 Jahre nach dem Einstieg debütieren die "Roten Bullen" heute (21 Uhr, Sky live) in der "Königsklasse". Zum Auftakt der Gruppe E wartet mit Heimvorteil – die Arena in Wals-Siezenheim ist mit 29.520 Fans restlos ausverkauft – mit dem KRC Genk der wohl schwächste Widersacher. Die großen Kaliber, Champions-League-Titelverteidiger FC Liverpool und der SSC Napoli, lassen noch auf sich warten.

"Wir sind bereit"

Salzburg wird einen perfekten Start hinlegen müssen, um ein Wörtchen im Kampf um den Achtelfinaleinzug (Top Zwei) bzw. um Platz drei, der zum Überwintern im internationalen Geschäft und zur Übersiedelung in die von Erfolgen gekrönte Europa League berechtigt, mitreden zu können.

"Wir sind bereit. Wir wollen mutig an die Sache herangehen und zeigen, was wir draufhaben", sagt der norwegische Stürmer Erling Braut Håland, der um fünf Millionen Euro von Molde engagiert wurde. Mittlerweile ist der 19-Jährige, der einen Vertrag bis 2023 unterschrieben hat, schon mehr als das Doppelte wert (zwölf Millionen) und ein Garant für Salzburger Festspiele. In seinen sieben Saison-Pflichtspielen (6 x Bundesliga, 1 x ÖFB-Cup) hat Håland elf Mal getroffen und drei Tore vorbereitet.

Die Kassen klingeln

Macht das "Nordlicht" in dieser Tonart weiter, darf sich Salzburg über Extraprämien freuen. Bereits jetzt klingeln die Kassen. Das Startgeld in der Champions League beträgt 15,25 Millionen, hinzu gesellen sich 12,19 Millionen aus dem sogenannten Koeffiziententopf – bemessen am UEFA-Zehnjahresranking, in dem die "Roten Bullen" 38. sind. In der Gruppenphase wird jeder Sieg mit 2,7 Millionen vergütet, für ein Unentschieden gibt es 900.000 Euro.

Der prestigeträchtigste Klubbewerb der Welt geht übrigens in seine 28. Saison. 1992/93 hat die Champions League den Europacup der Landesmeister abgelöst, Austria Salzburg spielte ebenfalls in der Beletage mit. Das war 1994/95. Damals verpassten die Violetten, die in der Saison zuvor bis ins UEFA-Cup-Finale vorgestoßen waren, nur knapp den Aufstieg. Ajax gewann die Gruppe D souverän, Salzburg wurde punktgleich mit dem AC Milan Dritter. Die sportlichen Erben von Otto Konrad, Wolfgang Feiersinger & Co. wollen es noch besser machen.

Der KRC Genk hat einen Stotterstart hingelegt

Am 14. Februar hat der FC Salzburg im Sechzehntelfinale der Fußball-Europa-League den belgischen Vizemeister Brügge 4:0 aus der Red-Bull-Arena geschossen. Heute (21 Uhr) kommt der Meister aus dem Land des WM-Dritten zur Champions-League-Premiere der Mozartstädter. Der KRC Genk ist aktuell nur Neunter in der nationalen Jupiler Pro League – fünf Punkte hinter Tabellenführer Standard Lüttich. Die Generalprobe hat das Team von Trainer Felice Mazzu in den Sand gesetzt. Genk verlor am Freitag in Charleroi 1:2.

Der Marktwert der „Blauen“, die 18 Legionäre in ihrem Kader haben, beziffert sich auf 122,15 Millionen. Salzburg kommt auf 95 Millionen. Genks Star ist der defensive norwegische Mittelfeldspieler Sander Berge (22 Millionen). Offensiver agiert Ianis Hagi, Sohn der rumänischen Legende Gheorghe Hagi.

Superstar Lionel Messi steht vor seinem Comeback
Lionel Messi

Superstar Lionel Messi steht vor seinem Comeback

Lionel Messi – mit 112 Toren zweitbester Schütze in der Fußball-Champions-League hinter seinem ewigen Rivalen Cristiano Ronaldo (126) – könnte rechtzeitig zum Start der Gruppenphase fit werden. Nach sechswöchiger Pause wegen einer Wadenverletzung ist der 32-jährige Superstar ins Mannschaftstraining des FC Barcelona eingestiegen, heute (21 Uhr, DAZN und Sky-Konferenz) gastieren die Katalanen im Schlager der Runde beim deutschen Vizemeister Dortmund.

„Ich will diesen Titel wieder einmal gewinnen“, sagt Messi, der mit „Barça“ in den vergangenen beiden Saisonen in der K.-o.-Phase deutliche Vorsprünge verspielt hatte. 2018 scheiterte der spanische Meister in der Runde der letzten acht an AS Rom (4:1, 0:3), heuer wurde der FC Liverpool im Semifinale zum Stolperstein (3:0, 0:4). „Solche Aussetzer dürfen wir uns nicht mehr leisten“, betonte Trainer Ernesto Valverde.

Der Kreis der Favoriten ist riesig. Bei den Buchmachern steht Manchester City (Quote 4,5:1) am höchsten im Kurs. Dahinter folgen der FC Barcelona (6:1), Salzburgs Gruppengegner FC Liverpool (8,5:1), der heute in Napoli gastiert, Real Madrid (10:1), Paris SG (11:1) und der Ronaldo-Klub Juventus (11:1). Die Turiner leisteten sich den Luxus, zwei etablierte Kicker wie Emre Can und Mario Mandzukic aus dem Champions-League-Kader zu streichen.

Nur Außenseiterchancen werden dem FC Bayern (13:1), der morgen gegen Roter Stern Belgrad ohne den verletzten David Alaba auskommen muss, eingeräumt. Neben dem Wiener wurden acht ÖFB-Legionäre für die „Königsklasse“ genannt: Julian Baumgartlinger, Aleksandar Dragovic, Ramazan Özcan (alle Leverkusen), Marcel Sabitzer, Konrad Laimer, Hannes Wolf (alle Leipzig), Valentino Lazaro (Inter Mailand) und Emir Dilaver (Zagreb).

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