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50. Kirschblüten-Rennen, aber nur einmal stand ein Welser ganz oben

WELS. Besser kann’s zum Jubiläum nicht kommen: Sonntag lacht die Sonne vom Himmel und taucht blühende Kirschbäume in Scharten in schönstes Licht. Die Teilnehmer des Radrennens haben dafür allerdings keinen Blick.

50. Kirschblüten-Rennen, aber nur einmal stand ein Welser ganz oben

Nicht alle lassen sich von den Radsportlern beeindrucken. Bild: RC Wels

Sie spielten Radball, organisierten Innenstadt-Kriterien und 1961 ein Radrennen von der Neustadt über Eferding und Scharten zurück nach Wels: Harry Amringer, Josef Lehner, Hans Steiner, Gerhard Stibal und Otto Hammerschmid. Damit legten sie den Grundstein zum derzeit ältesten Straßenrennen Österreichs.

Sonntag werden wieder 600 bis 700 Sportler aus dem In- und Ausland in die Pedale treten und sich je nach Wertungsklasse mehrmals über den Schartner und Mistelbacher Berg quälen. In den ersten Jahren führte das Kirschblüten-Rennen noch über Bad Schallerbach, Wallern nach Eferding. „Wir änderten die Strecke, weil die Radler immer wieder vor den Eisenbahn-Übergängen in Eferding warten mussten“, erinnert sich Radsport-Legende Amringer. Gestartet wurde anfangs in der Grieskirchner Straße in Höhe der heutigen Sparkassen-Filiale, später waren Start und Ziel bei der Neustädter Volksschule. Seit 1990 beginnt das Rennen in der Oberfeldstraße beim EKZ Interspar.

Die Welser Zeitung berichtete am 20. April 1961 von Johann Striedner vom SVS Linz als Sieger der A-, B-, und C-Fahrer. Ludwig Kretz – Aushängeschild des Scharntner-Bombe-Teams in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts – wurde damals als Nachwuchsfahrer Vierter. Der Radclub Wels als gastgebender Verein trug sich 2009 erstmals in die Siegerliste ein. Werner Riebenbauers Erfolg blieb der einzige Welser.

Amringer behauptet, dass bei 40 Rennen die Kirschbäume geblüht hätten. Es gab auch andere Jahre: „Einmal musste die Strecke verkürzt werden – wir fuhren auf Schnee.“

Kurios war das Rennen vor zwei Jahren: Das Polizei-Vorausfahrzeug fuhr in Buchkirchen die falsche Route: Weil bei einem Traditionsrennen die Sportler wissen, wo es lang geht, bogen sie aber korrekt ab.

 

Erstmals eigene Wertung für Frauen

Beim 50. Kirschblüten-Rennen am Sonntag (ab 9 Uhr) gibt es eine Premiere: „Wir haben eine eigene Wertung für Frauen“, kündigt Wilfried Luger, der Obmann des Welser Radclubs, an. Denn immer mehr Frauen kurbeln genauso ehrgeizig wie die Männer. Die Frauen und Juniorinnen legen Sonntag 70,4 Kilometer zurück.
Bei dem Traditionsrennen sind unter den bis zu 700 Startern Fahrer aller Leistungsklassen – von der Elite bis zu den Amateuren. Die Profis legen 171,6 Kilometer und überwinden mehr als 1600 Höhenmeter. Hobby-Radler, Junioren und Master (ab 40 Jahre) fahren 105,6 Kilometer (1200 m), die U15-Sportler und die Mädchen 35,2 Kilometer (400 m). Gestartet werden die einzelnen Wertungsgruppen zwischen 9 und 9.30 Uhr beim Einkaufszentrum Interspar, Oberfeldstraße.

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Artikel Friedrich M. Müller 07. April 2011 - 00:04 Uhr
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