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Oberösterreich

Studie: Wels hat eine rosige Zukunft

19. April 2019 18:00 Uhr

Die Stadt Wels hat eine hohe Geburtenrate, viele junge Einwohner zwischen 15 und 29 Jahren und einen positiven Wanderungssaldo bei jungen Menschen.

LINZ. Zukunftsranking: Anhand von vier Kategorien wurden alle 94 Bezirke Österreichs bewertet. Wels und Wels-Land gehören zu den Top Ten, Freistadt ist ein großer Gewinner.

Wels-Land und Wels-Stadt sind jene Bezirke in Oberösterreich, die besonders gut auf die Zukunft vorbereitet sind. Zu diesem Ergebnis kommt das Zukunftsranking der österreichischen Bezirke, das bereits zum zweiten Mal von der Beratungsfirma Pöchhacker Innovation Consulting im Auftrag der Bundesländerzeitungen, darunter die OÖNachrichten, erstellt wurde.

Dabei wurden alle 94 Bezirke Österreichs anhand von 38 Kriterien aus den Bereichen Demografie, Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Innovation sowie Lebensqualität analysiert. Einbezogen wurden sowohl der Ist-Stand als auch die Dynamik, also ob sich einzelne Indikatoren positiv oder negativ entwickelten.

 

Österreich-Sieger ist, wie im Vorjahr, Krems an der Donau, das Schlusslicht Oberpullendorf im Burgenland. In Oberösterreich schneiden Wels-Land und Wels auf den Plätzen acht und neun am besten ab. Gegenüber 2018 haben beide einen Rang eingebüßt.

Steyr und Linz abgestiegen

"Wels hat beispielsweise eine hohe Unternehmens- und Arbeitsplatzdichte sowie viele Beschäftigte im IT-Sektor", sagt Johannes Scherk, einer der Studienautoren. Zudem habe die Stadt eine hohe Geburtenrate, viele junge Einwohner zwischen 15 und 29 Jahren und einen positiven Wanderungssaldo bei jungen Menschen. Die ohnehin schon niedrigen Kommunalschulden seien weiter gesunken, auch die vergleichsweise hohe Kriminalitätsrate sei zurückgegangen.

Ein Überblick über die Studie: 

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Noch einen Platz vor Wels liegt Wels-Land. Der Bezirk punktet unter anderem mit einem starken Hightech-Sektor, einer hohen Frauenerwerbsquote und sehr gutem Pro-Kopf-Einkommen.

Zu den Gewinnern gehört Freistadt: Der Bezirk ist im Vergleich zum Vorjahr vom 78. auf den 34. Platz geklettert. Nur Lienz in Osttirol hat sich bundesweit stärker verbessert. Auf der Haben-Seite stehen etwa steigende Geburtenrate und Ärztedichte sowie verbesserte Wirtschaftsdaten.

Steyr dagegen hat 47 Plätze verloren – mehr als jeder andere Bezirk Österreichs – und steht nun auf dem 77. Platz. "Negativ hat sich etwa ausgewirkt, dass die Zahl der Betriebsgründungen und der Anteil der Beschäftigten im Hightech-Sektor rückläufig waren", sagt Scherk.

Die gesamte Studie:

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Linz, im Vorjahr auf dem 37. Platz, ist nun auf Rang 44 zu finden. Gegen die Stadt sprechen hohe Schulden und eine hohe Kriminalitätsrate, für sie das Niveau-Ranking, das den aktuellen Zustand eines Bezirks abbilden soll: Hier liegt Linz auf dem sechsten Rang, zwei Plätze hinter Wels.

3 Fragen an Andreas Rabl

Der Bürgermeister von Wels über die Gründe, warum Wels bereits zum zweiten Mal in den Top Ten des Rankings aufscheint.

Wels punktet unter anderem mit einer hohen Unternehmensdichte. Was zieht Betriebe in diese Stadt?

Zum einen haben wir ausreichend Betriebsflächen erschlossen, um Unternehmen nach Wels zu bringen und sie auch hier zu halten. Zum anderen haben wir unter anderem die Gewerbe- und Bauverfahren stark beschleunigt. Das hat sich unter den Unternehmern herumgesprochen.

Die Stadt weist eine hohe Geburtenrate auf, einen hohen Anteil an 15- bis 29-Jährigen an der Bevölkerung und einen positiven Wanderungssaldo bei dieser Gruppe. Was macht Wels für junge Menschen attraktiv?

Wir sind eine Schul- und Ausbildungsstadt, haben beispielsweise die FH, die viele Jugendliche nach Wels bringt. Außerdem hat Wels sehr moderate Wohnungspreise. Bei uns herrscht keine derartige Wohnungsknappheit wie in Wien, Graz, Salzburg oder Linz. Leistbares Wohnen ist für junge Leute besonders wichtig.

Die Kriminalitätsrate ist im Vergleich zu anderen Bezirken zwar hoch, aber zuletzt gesunken. Wie ist das gelungen?

Zum einen durch die flächendeckende Videoüberwachung in der Innenstadt, zum anderen durch eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und Ordnungswache.

 

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