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Oberösterreich

Schwarzfahrer: ÖBB fordern nun 105 statt 90 Euro

LINZ, WIEN. ÖBB: Wer kein Geld eingesteckt hat, muss mittels Zahlschein 135 Euro überweisen.

Schwarzfahrer: ÖBB fordern nun 105 statt 90 Euro

In zwei Drittel aller Züge wird kontrolliert. Bild: Volker Weihbold

Die Österreichischen Bundesbahnen haben im Dezember die neuen Tarife auf Schiene gebracht. Dabei sind die Preise für Zugtickets um durchschnittlich 1,9 Prozent gestiegen. Zeitgleich und fast unbemerkt von der Öffentlichkeit wurde auch das Schwarzfahren empfindlich teurer: Wer ohne gültigen Fahrschein in einem ÖBB-Zug angetroffen wird, zahlt nun statt bisher 90 Euro "Fahrgeldnachforderung" gleich um knapp 17 Prozent mehr: 105 Euro.

Noch teurer wird es, wenn der Fahrgast nicht sofort bar oder per Bankomat- oder Kreditkarte bezahlen kann. Dann fällt zusätzlich zu den 105 Euro eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 30 Euro an. Die Daten des Schwarzfahrers werden erfasst und die "Strafe" von 135 Euro muss überwiesen werden.

Ausgenommen sind Zustiegsbahnhöfe im Nahverkehr, in denen kein Fahrkartenkauf möglich ist, sowie der Fernverkehr, darunter die Railjets und der deutsche ICE. Hier können Fahrgäste mit einem im Vergleich geringen Ausgabeaufschlag von drei Euro eine Fahrkarte im Zug erwerben. Dafür müssen sich aber die zugestiegenen Passagiere so rasch wie möglich beim Zugbegleiter melden. Tun sie das nicht, gelten auch sie als Schwarzfahrer und die 105 bzw. 135 Euro "Fahrgeldnachforderung" sind zu bezahlen.

"Regelmäßige Kontrollen"

Dabei täusche auch der Eindruck, dass in Zügen ohnehin nur noch selten kontrolliert werde, sagt Nina Hrdliczka, Sprecherin der ÖBB. "In zwei Drittel der Züge finden regelmäßige Kontrollen statt." (rela)

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Artikel 07. Januar 2019 - 00:04 Uhr
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