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Projekt für Menschen mit Handicaps

MONDSEE. Im Mondseeland will der Verein "Wir und ihr" Perspektiven für ein erfülltes Leben öffnen.

Projekt für Menschen mit Handicaps

Initiatoren eines tollen Projekts: Oberschulrat Riedl, Corinna Kogler, „Belle“ Schwarzmann (von links) Bild: OÖN/Blaichinger

Ein Verein mit Namen "Wir und ihr" will Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen aller Art im Mondseeland mit einem neuen Projekt Perspektiven für ein erfülltes Leben öffnen.

Schülerinnen und Schüler mit Handicaps haben es nicht leicht. Nach der Schulpflicht gibt es für sie kaum weitere schulische Bildungsmöglichkeiten und am ersten Arbeitsmarkt haben sie praktisch keine Chance. Genau hier setzt das Projekt des Vereins an, das dieser vom System de facto benachteiligten Gruppe Berufsausbildung, Arbeit und Beschäftigung bieten will.

Es ist unzweifelhaft eine von großem Idealismus getragene Idee, welche die Initiatoren Corinna Kogler, die Pädagogin Gabriele Schwarzmann und der Direktor des Pädagogischen Zentrums Mondsee, Oberschulrat Norbert Riedl, im Gespräch mit den Salzkammergut-Nachrichten präsentierten.

Riedl hält sehr viel von dem neuen Projekt, das sich ähnlich dem "Feichtlgut" im benachbarten Bezirk Gmunden entwickeln könnte. Er spricht von jährlich rund fünf Schülern, die keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätten. Auch würden Arbeitsplätze, für die Menschen mit Handicaps in Frage kämen, immer weniger. Deshalb müsse man individuelle Arbeitsmöglichkeiten entwickeln. "Wir verstehen wir uns keinesfalls als Konkurrenz zur Lebenshilfe, viel mehr wollen wir ein wertschätzendes Miteinander", betont Gabriele "Belle" Schwarzmann.

Für Corinna Kogler ist auch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft des Mondseelandes eine wichtige Säule. So soll durch soziales Personalleasing und Arbeitsintegrationsbegleitung manchen Klienten ein sanfter Einstieg in das Wirtschaftsleben ermöglicht werden. Kogler zum grundsätzlichen Anliegen von "Wir und ihr", das über die Schulabgänger mit Handicaps hinausgeht: "Wir wollen für Menschen, die Unterstützung brauchen, ein Sicherheitsnetz schaffen. Es kann jeden von uns von heute auf morgen treffen: Man wird plötzlich mit einer schweren Krankheit konfrontiert, hat ein behindertes Kind zu betreuen oder landet als dramatische Folge eines Autounfalls im Rollstuhl. In all diesen Situationen ist man meist auf sich alleine gestellt und in ständiger Sorge, wie das Leben weitergeht."

Ebenso ehrgeizig wie das Projekt ist auch der Zeitplan. Binnen zwei Jahren soll ein geeignetes, zentral gelegenes Gebäude gefunden werden. Schon bei der darauf folgenden Adaptierung könnten die ersten Menschen mit Handicaps Beschäftigungsmöglichkeiten finden. Informationen dazu gibt es per E-Mail unter der Adresse verein@wirundihr.at

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Artikel Norbert Blaichinger 28. April 2016 - 00:04 Uhr
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